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Lengede/Vechelde/Wendeburg 3000 Autofans besuchen Wendeburger Stoppelfeldrennen
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg 3000 Autofans besuchen Wendeburger Stoppelfeldrennen
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11:07 09.09.2019
Das Wendeburger Stoppelfeldrennen: Autoverrückte treffen sich in Bortfeld. Quelle: Thomas Kröger
Bortfeld

3000 staubige, aber glückliche Menschen haben sich am Samstag und Sonntag in Bortfeld zum 39. Stoppelfeldrennen des Motor-Sport-Clubs (MSC) Wendeburg getroffen. Auf dem riesigen Acker rasten die Rennautos herum, während die Besucher eine große PS-Party feierten.

Und das Publikum, das aus ganz Nordost-Deutschland kommt, konnte sich auf ein gewaltiges Spektakel einstellen: 300 Rennfahrer aus dem ganzen norddeutschen Raum hatten sich für den Wettbewerb angemeldet. MSC-Sprecher Thorsten Pitt sagte: „Im Vorfeld gibt es ein klares Reglement, an das sich die Fahrer mit ihren Umbauten zu halten haben. Die Fahrzeuge, die 60 bis 200 PS haben, müssen einer technischen Überprüfung standhalten, damit sie für das Rennen zugelassen werden. Sicherheit von Teilnehmern und Zuschauern steht für uns an erster Stelle.“

So schön ist das Wendeburger Stoppelfeldrennen in Bortfeld.

Mehrere Kfz-Meister würden die Fahrzeuge auf Steifigkeit prüfen, kontrollierten Schweißnähte, Bremsanlagen, Sitze, Gurte, Batteriebefestigungen und vieles mehr, damit während des Rennens die Fahrer nicht zu Schaden kommen. Trotzdem gab es am Sonntag einen unschönen Vorfall: Aus noch ungeklärter Ursache verletzte sich ein Rennfahrer und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum geflogen werden.

MSC-Fahrerprüfung ist Pflicht

Es gibt dabei sechs Wertungsklassen, eingeteilt nach Leistung und Ausstattung des Fahrzeugs. Eine Kategorie ist extra für Jugendliche ab 16 Jahren. Sie müssen allerdings erst die MSC-Fahrerprüfung absolvieren. Generell sind die Rennkategorien Viertelmeile, Zeitfahren und das Langstreckenrennen zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung gesetzt.

Mit dabei war erstmals auch der 19-jährige Tom Riemer aus Wendeburg, der einen alten 3er-BMW für 120 Euro gekauft und dann umgerüstet hat. Er freute sich riesig auf sein Rennen, bei dem er mit hoher Geschwindigkeit über den Acker raste und den Sand hochspritzen ließ. Mit dabei waren seine Eltern Angela und Markus Riemer, die bereits seit Jahren vom Stoppelfeldrennen fasziniert sind und immer wieder kommen. „Von dieser Begeisterung hat sich scheinbar auch unser Sohn Tom infizieren lassen, und so dreht er jetzt selber seine Runden“, so Vater Markus.

Familiäre Atmosphäre

Natürlich habe man auch Angst vor dem Rennen und den Gefahren, „aber Tom schafft das“. Der Rennsport und das Schrauben mit Freunden am BMW sei ein toller Ausgleich für Tom, der ansonsten als Informatiker tätig ist. „So sitzt er nicht ständig vor dem Computer und hat sich schon einige handwerkliche Fertigkeiten angeeignet“, freut sich Mutter Angela.

Was ist das Erfolgsgeheimnis des Wendeburger Stoppelfeldrennens? Thorsten Pitt erklärte spontan: „Es ist die familiäre Atmosphäre, die uns jedes Jahr wieder zusammenbringt. Es macht einfach Spaß, Freunde zu treffen und sich locker über die Autos und die Rennen zu unterhalten. Da gibt es keinen Leistungsdruck, sondern wir sind alle Fans.“ Und viele der Fans campten in der Nacht auf Sonntag auch auf dem Acker und feierten ausgelassen bis in die Nacht.

Die Familie Riemer mag das Stoppelfeldrennen, „denn die Organisation ist perfekt, und es gibt immer leckeres Essen und Getränke auf dem Platz“. Sie will natürlich auch im nächsten Jahr dabei sein. Ehrensache.

Von Thomas Kröger

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