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Lengede/Vechelde/Wendeburg Pröpstin Pia Dittmann-Saxel: „Wir sollten zufrieden sein zu Weihnachten“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg

Pröpstin Pia Dittmann-Saxel: „Die Begegnungen an Weihnachten fehlen“

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10:02 19.12.2021
Pia Dittmann-Saxel (r.) sagt: „Es ist wichtig, nicht den Blickwinkel für die kleinen Dinge des Lebens zu verlieren.“
Pia Dittmann-Saxel (r.) sagt: „Es ist wichtig, nicht den Blickwinkel für die kleinen Dinge des Lebens zu verlieren.“ Quelle: Archiv
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Gedanken zum vierten Adventssonntag macht sich Pia Dittmann-Saxel aus Vechelde: Jetzt ist es bis Weihnachten nicht mehr lange hin. Freuen Sie sich eigentlich auf Weihnachten? Spontan „Ja“ sagen würden die wenigsten. Es ist so wie mit der Frage: Wie geht es Ihnen denn? Die Antwort fällt nicht so einfach aus. Formal geht es natürlich gut. Wir haben alles, was wir brauchen, ein Dach über dem Kopf, Essen, Familie, Freunde und vieles mehr. Viele sind geimpft oder genesen.

Aber da ist noch etwas anderes in diesen Tagen. Ein Gefühl der Lähmung, der Trägheit oder auch der Schwere, das das alltägliche Leben durchzieht. Und so scheint es auch mit Weihnachten zu sein. Es ist neben aller Vorbereitung, allem Lichterglanz, viel Unsicherheit wie es werden wird. Wird die Familie da sein, wie werden wir die Gottesdienste feiern, wie wird die Stimmung sein und wird es ein friedliches Weihnachten werden.

Die Freude wiederzufinden ist wichtig

Ich merke in diesen Tagen aber auch, dass ich etwas unbedingt brauche, das mich die Freude wiederfinden lässt. Etwas Handfestes wie Menschen und Begegnungen, Zeit für Bücher oder sogar Weihnachtsfilme. Und es noch etwas Anderes was mir fehlt für das Herz und für das Gemüt, wie ein paar liebe Zeilen, eine Karte, ein einfaches Geschenk, ein liebes Wort oder sogar ein gemeinsames Lächeln.

Zufrieden sein mit dem, was man hat

Eigentlich ist alles ganz einfach. Es geht um den Blickwinkel, um den Blickwinkel für Weihnachten, um den Blickwinkel für die kleinen Dinge des Lebens. Es geht um Zufriedenheit mit dem, was ist, und mit dem, was ich habe.

Etwas Kleines ist auch das Kind, auf das wir warten. Das Kind, das da kommt, weist uns den Weg. Der Prophet Jesaja hat das vor vielen Hunderten von Jahren schon erkannt: Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter … auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er‘s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.

Diese Worte können uns unter vielen anderen kleinen Dingen helfen, die Freude an Weihnachten zu entdecken und auch nicht zu verlieren. Ich wünsche Ihnen einen schönen vierten Advent. Machen Sie sich auf den Weg und suchen Sie die kleinen Freuden.

Von Pröpstin Pia Dittmann-Saxel