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Lengede/Vechelde/Wendeburg „Lieber Bürgermeister Albrecht, wie lebt es sich eigentlich in Wendeburg?“
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg „Lieber Bürgermeister Albrecht, wie lebt es sich eigentlich in Wendeburg?“
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20:00 22.07.2019
Dorfspaziergang durch Wendeburg: Gerd Albrecht, Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg, führte die PAZ durch seinen Wohnort. Quelle: Michaela Gebauer
Wendeburg

Bauplätze, Kindergartenbetreuung, Seniorenresidenz und Vereine: Die Ortschaft Wendeburg hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Gerd Albrecht, Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg, hat die PAZ mit zu einem Spaziergang durch seinen Wohnort genommen.

Wendeburg ist ein Ort, in dem Tradition großgeschrieben wird. Eine der beliebtesten Traditionen ist das Volks- beziehungsweise Schützenfest. Dieses wird gleich dreimal in den Sommermonaten veranstaltet. Grund dafür ist natürlich nicht nur die große Lust am Feiern, sondern die Geschichte des Ortes.

Wendeburg hat 4500 Einwohner

Vor etwas mehr als 50 Jahren war der Ort Wendeburg deutlich kleiner als heute. Die unmittelbar angrenzenden Ortsteile Wendezelle und Zweidorf waren damals eigenständige Gemeinden mit eigenen Vereinen und Gemeinschaften. „Am 1. Juli 1968 folgte der Zusammenschluss zur Gemeinde Wendeburg“, erklärt Gerd Albrecht, Bürgermeister eben dieser Gemeinde Wendeburg. Damit wuchs der Ort Wendeburg mit den Ortsteilen Zweidorf und Wendezelle enorm an. Heute zählt der Ort mit seinen Ortsteilen rund 4500 Einwohner.

Drei Traditionsgemeinschaften, drei Schützenfeste

Nach der Fusion waren die Bürger aber noch ihre alten Traditionen gewöhnt. „Jeder Ort hatte seine eigene Traditionsgemeinschaft und damit auch ein eigenes Volks- beziehungsweise Schützenfest“, sagt Albrecht. Diese Tradition wollten die Bürger weiterhin am Leben halten, weshalb sie bis heute noch drei Feste im Ort veranstalten. „Aber nicht nur das – allgemein werden Vereinsleben und Ehrenämter in Wendeburg gerne gepflegt. Wir haben inzwischen 40 Vereine und Organisationen. Das spricht für sich“, sagt der Bürgermeister.

Gemeindesaal und kleiner Raum für Vereine

Viele Vereine haben jedes Jahr große Schwierigkeiten, eine Versammlungsstätte für ihre Hauptversammlungen zu finden. „Wir hätten dafür einen schönen Gemeindesaal der evangelischen Kirche im alten Bereich Wendeburgs“, erinnert Albrecht. Allerdings sei der Saal marode und müsse saniert werden. Diesbezüglich seien schon Gespräche gelaufen. „Eine weitere Idee ist es, dort einen kleineren Raum zu bauen, um das Vereinsleben weiterhin stärken zu können.“ Dafür seien bereits Mittel im Haushalt veranschlagt.

Weidenkirche wird oft für Trauungen genutzt

Apropos Kirche: In Wendeburg werden die evangelisch lutherische Kirche (Marienkirche) und die katholische Kirche St. Elisabeth noch gut besucht. Die Marienkirche ist über die Ortsgrenzen hinaus bekannt für ihren Chor TonArt und die katholische Kirche für den Musikzug BDKJ. Eine Besonderheit für den Ort ist die malerische Weidenkirche der evangelischen Kirche. Die Kirche steht neben dem alten Gemeindesaal und wird im Sommer oft für Trauungen und Gottesdienste genutzt.

Albrecht: „Wohnbau mit Augenmaß“

Damit der Gemeinschaftssinn der Wendeburger nicht verloren gehe, werde der Wohnbau langsam und mit Augenmaß vorangetrieben, sagt Albrecht. „Wir haben zwei Neubaugebiete mit knapp 60 Bauplätzen in der Nähe des Auebads geschaffen, wo bereits Häuser gebaut werden.“ Die Bauplätze sind komplett vergriffen und die Nachfrage ist nach wie vor groß.

Eindrücke aus Wendeburg

„In diesem Bereich sollen weitere Bauplätze und außerdem noch eine Einrichtung für Betreutes Wohnen entstehen, und darüber hinaus eine Seniorenresidenz mit knapp 100 Pflegeplätzen entstehen“, sagt der Bürgermeister und fügt hinzu: „In Zeiten des demografischen Wandels müssen wir uns bewusst werden, dass wir die ältere Generation unterstützen müssen.“ Diese Planung stößt allerdings nicht überall auf Zustimmung. Einige Käufer von Grundstücken in den Neubaugebieten hätten Einwendungen vorgebracht. Sie kritisieren insbesondere die Höhe der geplanten Gebäude.

In Wendeburg gibt es keine freien Wohnungen

Für Unmut sorgt auch die große Wohnungsnot im Ort. Albrecht ist sich bewusst, dass es kaum günstigen Wohnraum im Ort gebe. „Wenn eine Wohnung frei wird, wird sie direkt wieder vermietet, und das meist unter der Hand“, sagt Albrecht. Man hoffe darauf, dass Mittel für den sozialen Wohnungsbau freigegeben werden, um dieses Problem zu lösen. In der Zwischenzeit könne aber wenig getan werden.

Albrecht: „Wendeburg wächst von innen heraus“

Gut laufe hingegen das Thema Kinderbetreuung. In Wendeburg gibt es insgesamt 175 Kindergarten- und 75 Krippenplätze. „Zuletzt haben wir in einem zuvor von der Grundschule genutzten Gebäude eine Kindergarten eingerichtet und als Raum-Ausgleich an der Schule angebaut“, sagt Albrecht.

Die Geburtenzahlen in Wendeburg stiegen weiter, weshalb schon bald weitere Betreuungsplätze geschaffen werden müssten, macht der Bürgermeister deutlich. „Wir können mit Stolz sagen, dass der Ort Wendeburg von innen heraus gewachsen ist“, sagt Albrecht abschließend.

Von Michaela Gebauer

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