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Lengede/Vechelde/Wendeburg Kirchturmdach muss saniert werden
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Kirchturmdach muss saniert werden
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10:00 27.04.2019
Mit der Sanierung des Kirchturmdaches in Meerdorf soll voraussichtlich noch im Mai begonnen werden. Quelle: Kerstin Wosnitza
Meerdorf

Einen langen Atem brauchte die Kirchengemeinde Meerdorf: Seit mehr als 22 Jahren ist deutlich, dass die Eindeckung des Turmdaches der St.-Martins-Kirche erneuert werden muss. Die Sanierung kostet insgesamt 155 000 Euro, die Hälfte davon muss die Gemeinde selbst aufbringen.

Schieferplatten sind mürbe

„Zum einen blähen sich die Schieferplatten auf wie Blätterteig und werden dadurch mürbe, so dass sie in der Hand förmlich zerbröseln. Zum anderen rosten die Haltenägel nach und nach durch, so dass immer mehr Platten herabfallen“, erklärt Peter Doerk. Er und seine Frau kamen vor 22 Jahren als junge Pfarrer nach Meerdorf, seitdem beschäftigt sie das Problem mit dem Kirchturmdach. „In den ersten Jahren war es noch möglich, Teilschäden auf dem 27 Meter hohen Dach von einem sogenannten Turmkletterer reparieren zu lassen. Doch mittlerweile ist das unmöglich, weil alle von ihm auch nur im mindesten berührten Platten sofort nachgeben“, macht Doerk deutlich.

Eisern gespart

Eine Neueindeckung ist unumgänglich. Die Maßnahme wird voraussichtlich 155 000 Euro kosten. Die Hälfte davon muss die Gemeinde selbst aufbringen, die andere kommt von der Landeskirche Braunschweig und der Baupflegestiftung. Viele Jahre lang wurde eisern gespart. Zahlreiche freie Kollekten von Sonntagsgottesdiensten, Taufen und Trauungen flossen in den Topf, aber auch Spenden anlässlich von Geburtstagen, Mitgliedsbeiträge des Förderkreises und Erträge von Spendenaufrufen ließen die Summe langsam, aber stetig anwachsen.

Arbeiten sollen im Mai beginnen

Nun konnte der Auftrag vergeben werden. Den Zuschlag bekam die Firma Dachbaukunst Quedlinburg, voraussichtlich noch im Mai soll es losgehen. Zunächst muss der Turm komplett eingerüstet werden. Damit wird nach derzeitiger Planung am 6. Mai begonnen. Ab dem 13. Mai soll dann mit den Abdeckarbeiten gestartet werden.

„Die ganze Maßnahme wird voraussichtlich etwa vier Wochen dauern“, sagt der Pfarrer. Allerdings müsse bei so alten Gebäuden – die Kirche ist wohl rund 1000 Jahre alt – immer mit Unwägbarkeiten gerechnet werden. So seien bereits zwei der tragenden Balken im Kirchturm ins Visier der Fachleute geraten, weil sie besondere Eigenheiten in der Sicherung der Stämme aufweisen. „Was das zu bedeuten hat, wird sich erst herausstellen, wenn das Dach abgedeckt ist“, erklärt Doerk.

Bitte: An Grundstückseinfahrt nicht parken

Einschränkungen für den Durchgangsverkehr wird es nicht geben, allerdings wird darum gebeten, für die Dauer der Arbeiten am Straßenrand gegenüber der Einfahrt zum Kirchengelände an der Opferstraße nicht zu parken.

Mit der Sanierung des Kirchturmdaches ist zwar eine „Baustelle“ abgearbeitet, von Aufatmen kann aber keine Rede sein: „Auch die mehr als 45 Jahre alte Elektroheizung der Kirche ist marode. Angesichts der Kosten für den Turm ist aber an eine neue Heizung vorerst nicht zu denken. Wir sind also weiter dringend auf Spenden angewiesen“, betont Doerk.

Von Kerstin Wosnitza

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