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Lengede/Vechelde/Wendeburg Heftiger Wortwechsel zwischen Grünen und AfD
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Heftiger Wortwechsel zwischen Grünen und AfD
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17:36 11.12.2019
Blick auf das Rathaus in Wendeburg. Quelle: Archiv
Wendeburg

Die Ratssitzung in Wendeburg am Dienstag hat mit einer hitzigen Diskussion geendet: Ratsmitglied Rosemarie Waldeck (Grüne) kritisierte mit einer persönlichen Erklärung das Verhalten eines AfD-Ratsmitglieds bezüglich eines Vorfalls Ende Oktober. Der Kritisierte und ein Fraktionspartner konterten mit deutlich negativen Kommentaren, auf dringendes Bitten der Ratsfrau Barbara Schmidtke (SPD) wurde die Diskussion beendet.

Größtenteils Hasskommentare

Das AfD-Ratsmitglied hatte ein Foto an die Peiner AfD-Gruppe geschickt. Darauf war ein Haus mit davor gelagertem Sperrmüll zu sehen, der komplett durchwühlt wurde und somit einer „Müllhalde“ glich. Im Internet wurde das Bild mit dem Hinweis „In diesem Haus sind Asylbewerber untergebracht“ veröffentlicht. „Dazu gab es 311 Kommentare, größtenteils Hassbemerkungen gegenüber Flüchtlingen“, erklärte Waldeck.

Rosemarie Waldeck Quelle: Archiv

Ein weiteres AFD-Mitglied der Gemeinde Wendeburg hat dann in seinem Kommentar dazu bemerkt, dass es an anderer Stelle in der Gemeinde, wo ebenfalls Asylbewerber wohnen, auch nicht besser aussehe. Hierzu machte die Ratsfrau deutlich: „Nachweislich wohnen in den besagten Häusern nicht nur Asylbewerber, sondern auch andere Bürger Wendeburgs.“ Die Vermieter hätten mit Hilfe der bei ihnen untergebrachten Asylsuchenden den Sperrmüll gut sortiert und ordnungsgemäß aufgestellt.

„Endlich wissen wir, mit wem wir es zu tun haben“

Dass der Sperrmüll dann im Laufe der Nacht vor dem Abholtag derart von Sammlern zerwühlt wurde, liege nicht in der Verantwortung der Bewohner – und schon gar nicht der Asylbewerber. „So mit Flüchtlingen umzugehen und sie zu diffamieren, passt nicht in unsere Gesellschaft und zu Ratsmitgliedern sowie der Kultur der Gemeinde Wendeburg und wird von mir scharf verurteilt“, machte Waldeck deutlich. Die Gemeinde verfolge mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher ein innovatives Konzept für die Integration der in Wendeburg wohnenden Flüchtlinge und wolle ihnen eine neue Heimat bieten.

Nach ihrer Erklärung gab es von Seiten der AfD-Ratsmitglieder deutlich ausfallende Worte und abwertende Kommentare. „Ich habe lediglich den Sachstand beschrieben, und die AfD-Ratsmitglieder sind ausgerastet,“ sagte Waldeck auf Nachfrage der PAZ. Nachdem die Diskussion beendet werden musste, habe es Zustimmung anderer Ratsmitglieder gegeben: „Jetzt haben sie sich richtig geoutet“ und „Endlich wissen wir, mit wem wir es hier wirklich zu tun haben“ habe es laut Waldeck unter anderem geheißen.

Von Mara-Ann Meeuw

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