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Lengede/Vechelde/Wendeburg Gewaltexzess bei Party: Urteil wegen Totschlags rechtskräftig
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Gewaltexzess bei Party: Urteil wegen Totschlags rechtskräftig
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00:20 24.03.2019
Die jungen Angeklagten mussten sich im vergangenen Jahr vor dem Landgericht Hildesheim verantworten.
Die jungen Angeklagten mussten sich im vergangenen Jahr vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Quelle: Archiv
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Woltwiesche/Hildesheim

Nach einem Gewaltexzess bei einer Gartenparty im Dezember 2017 in Woltwiesche waren im vergangenen Juli vier junge Männer vom Landgericht Hildesheim wegen versuchten Totschlags verurteilt worden. Drei von ihnen legten Revision beim Bundesgerichtshof ein – vergebens.

Alle vier Täter waren vorbestraft

Im Dezember 2017 hatten die vier Männer aus Salzgitter, die alle bereits vorbestraft waren, im Alter zwischen 17 und 21 Jahren unter Alkoholeinfluss zwei zufällig anwesende, zum Tatzeitpunkt 30 beziehungsweise 39 Jahre alte Männer aus Lengede zusammengeschlagen und dabei lebensgefährlich verletzt. Immer wieder traten sie auf ihre Opfer ein, schlugen mit einer Glasflasche zu. Anschließend hatten sie sich vom Tatort entfernt, ohne sich um die nicht mehr ansprechbaren Verletzten zu kümmern und entsprechende Hilfe zu holen.

Prozess vor Jugendkammer

Dafür mussten sie sich im vergangenen Jahr vor der Jugendkammer des Landgerichts Hildesheim verantworten. Alle Angeklagten wurden wegen versuchten Totschlags zu Haftstrafen nach Erwachsenen- beziehungsweise Jugendstrafrecht verurteilt. Die zweijährige Jugendstrafe des zur Tatzeit 17-jährigen Angeklagten wurde zur Bewährung ausgesetzt. Er nahm das Urteil ohne Rechtsmittel an.

Die beiden seinerzeit 18 Jahre alten Männer wurden jeweils zu Jugendstrafen von drei Jahren und neun Monaten, der älteste Angeklagte (damals 21) zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Alle drei legten gegen die Entscheidung Revision zum Bundesgerichtshof ein.

Revisionen unbegründet

Die Revisionen hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 5. März 2019 nun als offensichtlich unbegründet verworfen. „Das Urteil ist damit rechtskräftig“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von Kerstin Wosnitza