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Lengede/Vechelde/Wendeburg Gasthaus-Abriss: Bauschutt liegt noch immer auf Gelände
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Gasthaus-Abriss: Bauschutt liegt noch immer auf Gelände
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15:00 15.06.2019
Auch zwei Jahre nach dem widerrechtlichen Abriss des Baudenkmals liegt der Bauschutt noch auf dem Grundstück an der Marktstraße. Quelle: Archiv
Gross Lafferde

Wenig erfreut ist man in Groß Lafferde über die Situation auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte Klingenberg. Nach dem Abriss vor rund zwei Jahren liegen dort noch immer die Trümmer. „Viele Groß Lafferder empfinden das als Schandfleck“, sagt Ortsbürgermeister Rainer Röcken (CDU). Über den Sachstand wurde bei der Ortsratssitzung informiert.

Abriss ohne Genehmigung

Das denkmalgeschützte Gebäude, das bereits einige Jahre leer stand, war ohne Genehmigung und sogar entgegen einer polizeilichen Anordnung abgerissen worden. Die Bagger waren einfach angerückt und hatten die alte Kötnerstelle, die erstmals 1767 Erwähnung fand und als ein besonderes Zeugnis für Bau- und Kunstgeschichte galt, in großen Teilen dem Erdboden gleichgemacht. Daraufhin hatte der Landkreis Peine gegenüber der Eigentümerin verfügt, das Grundstück zu sichern und das Nachbargrundstück von Bauschutt zu räumen.

Laufende Verfahren

Die Abriss-Reste sollten aus Gründen der Beweissicherung sowie denkmalrechtlicher Untersuchungen vorerst auf dem Grundstück bleiben. Die Polizei hatte damals laut Landkreis Strafanzeige gestellt und Ermittlungen aufgenommen. Das ist bis heute Sachstand: „Noch immer gibt es mehrere laufende Klageverfahren gegen abfallrechtliche Verfügungen“, teilt Kreis-Sprecher Fabian Laaß auf Anfrage mit.

Sanierung im Flüchtlingsheim

Weitere Themen im Ortsrat: In Kürze soll das Flüchtlingsheim der Gemeinde Ilsede in Groß Laffere saniert werden. Die erforderlichen Planungsleistungen will man beauftragen und die Bauleistungen an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben.

2016 wurde mit der Sanierung begonnen. Dabei ging es in erster Linie um den Brandschutz. In diesem Zusammenhang hat man gemäß der geltenden Bestimmungen einen zweiten Rettungsweg im Obergeschoss geschaffen. Zudem wurden Funk-Rauchmelder installiert und Brandschutztüren eingebaut. Darüber hinaus hat man im Obergeschoss bereits einen Duschraum modernisiert.

In einem zweiten Schritt sollen nun weitere Sanitärräume saniert werden. Dafür stehen im Haushalt rund 256 000 Euro zur Verfügung.

Zwei Bebauungspläne

Darüber hinaus ging es in der Sitzung um zwei Bebauungspläne. Bei beiden ist es Ziel, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Im Bereich Ludwig-Jahn-Straße/Hasenbergsweg im Westen der Ortschaft wird der ansässige Gewerbebetrieb, die Spedition Schmedes, voraussichtlich Ende 2020 aufgeben. Ein Investor möchte auf dem Betriebsgelände und der angrenzenden Freifläche sieben Wohneinheiten schaffen. Der entsprechende Bereich soll als allgemeines Wohngebiet festgesetzt werden. Die Erschließung der Baugrundstücke ist über einen Stichweg zum Hasenbergesweg geplant. Die Planungen sind allerdings noch ganz am Anfang.

Hinterlieger-Bebauung

Im Bereich der Hindenburgstraße/Südstraße soll eine so genannte Hinterlieger-Bebauung möglich werden. Hier ist die Planung schon so weit fortgeschritten, dass es bald losgehen kann, wenn der Gemeinderat demnächst grünes Licht gibt. „Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung“, macht Ortsbürgermeister Rainer Röcken gegenüber der PAZ deutlich.

Wohin sollen Blühstreifen?

Die Ortsräte in der Gemeinde Ilsede wurden gebeten, mögliche Standorte für insektenfreundliche Blühstreifen zu machen. In Groß Lafferde könne man sich laut Röcken unter anderem eine freie Fläche im Gewerbegebiet, ein Stück Brachland am Friedhof und die Seitenstreifen mehrerer Feldweg vorstellen.

Von Kerstin Wosnitza

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