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Lengede/Vechelde/Wendeburg Prominenter Gast auf der Schweineweide bei Meerdorf
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Prominenter Gast auf der Schweineweide bei Meerdorf
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06:02 18.10.2018
Am Freitag plant der BUND einen Arbeitseinsatz auf der Schweineweide im Tadensen. Helfer sind willkommen. Quelle: Privat
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Meerdorf

Die Meerdorfer Schweineweide ist eine ganz besondere Wiese: Auf ihr blühen im Frühjahr zahlreiche Orchideen und viele andere seltene Pflanzenarten. Um diese Lebensgemeinschaft zu erhalten und zu fördern, mäht der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) die Wiese jedes Jahr im Herbst und trägt das Mähgut ab.

Freitag ist Arbeitseinsatz

Nächster Einsatz ist am Freitag, 19. Oktober. Alle Interessierten sind zur Mithilfe eingeladen. Natürlich gibt es dabei Einblicke in die Lebensgemeinschaft „Orchideenwiese“.

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Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich. Treffpunkt ist um 14.45 Uhr an der Ecke Duttenstedter Straße/Am Hohendorn in Meerdorf.

Diesmal mit dabei ist der wohl bekanntest deutsche Botaniker, Jürgen Feder, der mehrere Bücher veröffentlicht und mehrere Fernsehauftritte absolviert hat und sich sehr für das Meerdorfer Holz und insbesondere die Schweineweide interessiert.

Arbeitsgruppe ausgezeichnet

Die Schweineweide liegt im Wald Tadensen. Die Gruppe Biotopschutz Niedersachsen um den Alvesser Harro Henke, die die Maßnahme durchführt, trifft sich seit rund 40 Jahren jeden Freitag, um in Biotopen rund um Braunschweig Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Im vergangenen Jahr wurde sie für ihr jahrzehntelanges Engagement mit dem Umweltpreis des BUND, Kreisgruppe Helmstedt, ausgezeichnet (PAZ berichtete).

Die Schweineweide gilt als am besten erhaltene Streuobstwiese in der Region und einer der letzten Standorte stark gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Orchideenarten.

Viel Handarbeit

Der Einsatz bedeutet für die Naturschützer viel Handarbeit, denn auf die Unterstützung von schwerem landwirtschaftlichen Gerät wird den Pflanzen und Tieren zuliebe verzichtet. „Der Einsatz lohnt sich, denn auf der Wiese sind nicht nur seltene Orchideenarten zu Hause, sondern auch bedrohte Falterarten lassen sich beobachten“, sagt Henke.

Weil die Fläche relativ klein ist, sorgen die Menschen dafür, dass alle Arten zu ihrem Recht kommen und möglichst keine die andere verdrängt. Gefahr droht der Feuchtwiese in erster Linie durch das Absenken des Grundwassers zum Beispiel durch eine verbesserte Entwässerungstechnik.

Einblicke in Lebensgemeinschaft

„Im Winter wird in der Regel das Strauchwerk zurückgeschnitten, im Spätsommer der Randbereich und die Röhrichtfläche gemäht und im Herbst der Zentralbereich gemäht“, erklärt Henke. Dieser Termin steht nun am Freitag an. Natürlich gibt es dabei Einblicke in die Lebensgemeinschaft „Orchideenwiese“.

Von Kerstin Wosnitza