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Lengede/Vechelde/Wendeburg Bahnübergang in Alvesse tagelang gesperrt – aber keine Infos von der Bahn
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Bahnübergang in Alvesse tagelang gesperrt – aber keine Infos von der Bahn
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15:08 19.12.2019
Der Bahnübergang in Alvesse war mehrere Tage voll gesperrt, ohne dass darüber informiert wurde. Quelle: Dennis Nobbe
Vechelde

Die Alvesser und die Bürger in den umliegenden Vechelder Ortschaften haben lange Umwege fahren müssen: Fast eine Woche war der Bahnübergang an der Üfinger Straße nicht passierbar, doch die Bahn informierte die Betroffenen über die Vollsperrung nicht.

Das Ehepaar Karin und Peter Hamann schildert die Situation der PAZ. Die Eheleute selbst müssen nicht mehr zur Arbeit fahren, doch für viele Pendler – zum Beispiel Beschäftigte des VW-Werks in Salzgitter – sei die Baustelle ein großes Problem gewesen, da sie mit erheblichen und zeitaufwendigen Umwegen verbunden war.

Die Vollsperrung des Bahnübergangs in Alvesse wurde nicht angekündigt. Für Verkehrsteilnehmer waren daher überraschend mit erheblichen Umleitungen konfrontiert – die nicht ausreichende ausgeschildert waren. Quelle: Catherine Sydow

Familie Hamann wohnt in Alvesse an der Wierther Straße, ganz in der Nähe des Bahnübergangs. Wie jeden Tag fuhr Peter Hamann morgens durch das Dorf. Dabei sah er die Absperrung. „Die Baustelle war einfach aufgebaut worden, ohne ein Schild, wie lange die Vollsperrung dauern würde“, sagt Peter Hamann.

Keine Informationen

Er habe die Bauarbeiter vergebens um Informationen gebeten. Zu Hause habe er im Internet und in der Zeitung nach Informationen gesucht – aber vergebens, die Deutsche Bahn habe keine Mitteilung veröffentlicht. „Jeden Tag haben wir einen Hinweis erwartet, aber da wurden wir leider enttäuscht“, so der Anwohner.

Nach Auskunft von Bahn-Sprecherin Angelika Theidig musste der Bahnübergang für den Straßenverkehr gesperrt werden, weil die Schienen in dem Bereich gewechselt wurden. Die Bahn äußerte sich gegenüber der PAZ nicht dazu, warum es wegen der Baustelle keine Mitteilung gab.

Pendler von der Baustelle in Vechelde überrascht

Der Bahnübergang in Alvesse war fast vier Tage gesperrt. Ein Schild aus Richtung Wierthe mit dem Hinweis „Nur für Anwohner frei“ informierte die Autofahrer aus dieser Richtung. Doch die Autofahrer aus Richtung Vallstedt wurden von der Sperrung überrascht.

„Die meisten sind dann in die Wierther Straße eingebogen, sodass der ganze Verkehr bei uns vorbei gekommen ist“, bestätigt Karin Hamann. Mehrere Familienmitglieder nutzen den Bahnübergang für ihren Arbeitsweg. „Sie haben sich mehrmals am Tag per Handy bei uns erkundigt, ob die Baustelle immer noch da ist“, sagt sie.

Verkehrschaos: Keine Umleitungen ausgeschildert

Zudem seien keine Umleitungsschilder aufgestellt worden, sodass einige Autofahrer laut den Hamanns unschlüssig durch das Dorf gefahren seien oder mitten auf der Straße gewendet haben. „Für Ortsfremde war die Situation besonders schwierig, sie mussten sich auf ihr Navigationssystem oder das Smartphone verlassen“, bekräftigt Peter Hamann.

Deutsche Bahn: Baustelle bei der Landesbehörde angekündigt

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde die Sperrung und die entsprechende Umleitung „mit der zuständigen Behörde abgestimmt und ausgeschildert“. Die Üfinger Straße ist eine Landesstraße und fällt daher in den Zuständigkeitsbereich der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Die gibt den Schwarzen Peter allerdings zurück: „Es handelt sich um eine Baumaßnahme der Bahn, diese hätte auch über die Sperrung informieren müssen“, betont Michael Peuke, stellvertretender Leiter der Behörde, auf Anfrage der PAZ. Seine Behörde sei leider nicht beteiligt gewesen, es habe im Vorfeld auch keine Anhörung gegeben, so dass keine Gelegenheit für eine Stellungnahme war. Die Beschilderung sei zwar vorschriftsmäßig gewesen, aber dennoch „nicht ganz glücklich“, so Peuke.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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