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Lengede/Vechelde/Wendeburg BI übergibt Petition gegen Straßenausbau-Satzung
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg BI übergibt Petition gegen Straßenausbau-Satzung
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19:13 17.05.2019
Gemeindebürgermeister Gerd Albrecht (4.v.l.) nimmt von Regina Geermann die CD mit der Petition entgegen. Quelle: Antje Ehlers
Wendeburg

Eine Diskette mit mehr als 2800 Unterschriften über gab Regina Geermann von der Wendeburger Bürgerinitiative (BI) „Weg mit den alten Strabs“ an den Bürgermeister der Gemeinde, Gerd Albrecht (CDU). Damit hätten sich mehr als ein Viertel der Wendeburger Bürger für eine Abschaffung der bisherigen Straßenausbausatzung (Strabs) ausgesprochen, betont Regina Geermann.

Alte Satzung ist ungerecht

„Es ist Zeit, die alte, ungerechte Satzung abzuschaffen und damit die Last von allen Bürgern zu nehmen“, bekräftigte Geermann gegenüber dem Bürgermeister und führte als Beispiel die Straße Am Anger an, welche als Sackgasse zum Rathaus und zur Polizei führe und somit nicht nur von den Anliegern, sondern von den dort Beschäftigten und einer breiten Öffentlichkeit genutzt werde. „Straßen sind öffentlich und gehören der Allgemeinheit“, so Regina Geermann. Sie sprach ebenfalls einen Dank an den Bürgermeister, die Verwaltung und den Rat aus, sie wisse zu würdigen, was dort alle für „unsere Sache“, wie sie sagte, leisten.

„Es gibt keine schnelle Lösung“

Gerd Albrecht nahm die Unterschriften entgegen und versprach, weiterhin an einer für alles Seiten akzeptablen Lösung zu arbeiten. Aber: „Es gibt keine schnelle Lösung. Wir werden alle Alternativen erarbeiten und prüfen, wie wir eine Abschaffung oder zumindest eine Senkung der Gebühren finanzieren können“, erklärte er. Um diese Alternativen zu finden, bedürfe es der Mitarbeit des Rates. Auch ein Gutachter müsse eingeschaltet werden.

Thema muss landespolitisch mehr Bedeutung bekommen

Albrecht zeigte sich offen gegenüber der Idee der Initiative, sich kommunal überregional zu organisieren und gegenüber der Landesregierung der Bedeutung des Themas Nachdruck zu verleihen. Er gab aber auch zu bedenken, dass nicht alle Bürger gegen die Strabs seien. So gebe es Proteste von Einwohnern, die bereits in der Vergangenheit Anliegergebühren bezahlt hätten und nun kein Verständnis dafür aufbringen würden, dass sie möglicherweise eine höhere Grundsteuer als alternative Finanzierung für den Wegfall der Strabs bezahlen sollen.

Bis zum Jahresende soll es eine Lösung für die Wendeburger Bürger geben, hofft Albrecht abschließend.

Von Antje Ehlers

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