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Lengede/Vechelde/Wendeburg Auto in Dienst genommen, Gemeindebrandmeister verabschiedet
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Auto in Dienst genommen, Gemeindebrandmeister verabschiedet
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16:08 26.06.2019
Ein Foto zum Abschied (v. l.): Bürgermeister Ralf Werner, Peter Splitt, Alfred Goldbeck und Andreas Schüller.
Ein Foto zum Abschied (v. l.): Bürgermeister Ralf Werner, Peter Splitt, Alfred Goldbeck und Andreas Schüller. Quelle: Gemeinde Vechelde
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Sierße/Fürstenau

Die Übergabe eines neuen Fahrzeugs passiert nicht alle Tage und ist deshalb für Feuerwehren immer ein besonderer Moment. Das war bei der Ortswehr Sierße/Fürstenau nicht anders, die jetzt ein so genanntes Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) bekam. Zugleich wurde der langjährige Gemeindebrandmeister Peter Splitt aus dem Amt verabschiedet.

Schlüssel übergeben

Bei einer kleinen Feierstunde überreichte Vecheldes Bürgermeister Ralf Werner (SPD) den Schlüssel für das Fahrzeug zuerst an den Gemeindebrandmeister Alfred Goldbeck, der den Schlüssel direkt an den Ortsbrandmeister Christoph Brandes weiterreichte. Die Ortsfeuerwehr verfügt nun über ein modernes Einsatzfahrzeug, das die Arbeit der Ehrenamtlichen erleichtert und die Motivation steigert.

Das TSF-W besitzt gegenüber dem Vorgänger einen Wassertrank mit 600 Litern Inhalt, wodurch die Feuerwehrmitglieder einen schnellen Löschangriff starten können, ohne zuerst eine Wasserversorgung, beispielsweise aus einem Hydranten, aufzubauen. Ebenso können sich zwei Mitglieder während der Fahrt vollständig mit Atemschutzgeräten ausrüsten.

Zusatzaufgaben für Wasserschäden

Nicht zuletzt kann das Fahrzeug mehr Beladung als der Vorgänger aufnehmen, was den Zusatzaufgaben der Ortsfeuerwehr Sierße/Fürstenau, insbesondere als Fachgruppe Wasserschaden mit Tauchpumpen und weiteren speziellen Ausrüstungsgegenständen, zu gute kommt. Das Gestell des Fahrzeuges lieferte die Firma MAN, es hat eine zulässiges Gewicht von 7,5 Tonnen. Der Aufbau wurde von der Firma Ziegler in Mühlau bei Chemnitz hergestellt. Die Gesamtkosten des Fahrzeugs belaufen sich auf rund 154 000 Euro.

Viele neue Fahrzeuge

Bürgermeister Ralf Werner sprach von einer „Tradition“, dass die Gemeinde Vechelde seit 2015 fast jährlich mindestens ein neues Fahrzeug der Feuerwehr übergeben konnte. „Neben drei Tanklöschfahrzeugen 3000 wurden auch zwei Mannschaftstransportwagen, insbesondere für die Kinder- und Jugendfeuerwehr, beschafft“, erinnerte er. Ein weiteres TSF-W wird in 2020 ausgeliefert. „Die Gemeinde sorgt mit einer technischen und persönlichen Ausstattung der Feuerwehr auf hohem Niveau dafür, dass die Feuerwehr den steigenden Anforderungen einer leistungsstarken Wehr auch zukünftig gerecht werden kann“, betonte der Bürgermeister.

Peter Splitt verabschiedet

Neben der Fahrzeugübergabe gab es aber noch einen weiteren Grund, weswegen die Feuerwehrmitglieder aus Sierße/Fürstenau sowie Vertreter des Gemeindekommandos, des Rates und der Kreisfeuerwehr zusammenkamen: Peter Splitt wurde feierlich aus seinem Amt als Gemeindebrandmeister verabschiedet. Bereits seit dem 1. Juni hat sein bisheriger Stellvertreter, Alfred Goldbeck aus Bettmar, das Amt übernommen. Stellvertretender Gemeindebrandmeister ist seitdem Andreas Schüller aus Denstorf, der parallel seine Funktion als Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Denstorf/Klein Gleidingen weiter ausüben wird.

Lange Feuerwehrkarriere

Bürgermeister Werner blickte auf die lange Feuerwehrkarriere von Peter Splitt zurück. Nach seinem Eintritt in die Feuerwehr Salzgitter 1979 wechselte er 1982 nach seinem Umzug nach Vallstedt in die dortige Ortsfeuerwehr. Splitt übernahm mehrere Funktionen in der Feuerwehr auf Orts-, Gemeinde- und Kreisebene. So war er Gruppenführer, Zugführer des gemeindlichen Gefahrgutzuges sowie der Kreisfeuerwehrbereitschaft, Kreisausbilder und stellvertretender Bereitschaftsführer.

Dank des Bürgermeisters

„In der Ortsfeuerwehr Vallstedt bekleidetet er die Ämter des stellvertretenden Ortsbrandmeisters und des Ortsbrandmeisters, bevor er schließlich am 1. Juni 2007 das Amt des Gemeindebrandmeisters übernahm, das er bis zum 31. Mai dieses Jahres ausübte“, blickte Werner zurück.

„Peter Splitt war immer zu Stelle, wenn er gebraucht wurde. Seine Arbeit für die Feuerwehr ist gar nicht hoch genug zu würdigen“, lobte der Bürgermeister das außergewöhnliche Engagement des Ex-Gemeindebrandmeisters. Er überreichte Splitt schließlich eine Urkunde sowie ein kleines Präsent, verbunden mit den besten Wünschen für seine weitere Zukunft.

Von Kerstin Wosnitza