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Lengede/Vechelde/Wendeburg Archäologen graben 2500 Jahre alte Siedlungs-Artefakte aus
Kreis Peine Lengede/Vechelde/Wendeburg Archäologen graben 2500 Jahre alte Siedlungs-Artefakte aus
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15:43 03.07.2019
Im Baugebiet "Kreuzstein" fanden die archäologischen Ausgrabungen statt. Quelle: Gemeinde Lengede
Lengede

Artefakte einer 2500 Jahre alten Siedlung konnte ein Archäologen-Team im Lengeder BaugebietKreuzstein“ ausgraben. Besucher des Rathauses können die Fundstücke derzeit in Augenschein nehmen.

Die Erschließung des Baugebiets in der Ortschaft Lengede wurde im Herbst 2015 archäologisch begleitet. Ausschlaggebend waren vorgeschichtliche Tonscherbenfunde, die bereits in den 1960er-Jahren auf dem Ackerland gemacht worden waren. Darüber hinaus erhob die günstige Südhanglage über der Einmündung des heute verrohrten Nebenbaches „Beek“ in die Fuhseniederung den Verdacht, im heutigen BaugebietKreuzstein“ auf alte Siedlungsspuren zu stoßen.

Die Ausstellung im Rathaus Lengede. Quelle: Gemeinde Lengede

Daraufhin beauftragte die Gemeinde Lengede das Archäologenteam Thomas Budde und Jörg Weber mit den Grabungen. Bereits im Frühjahr 2016 wurden beide fündig: Beim Mutterbodenabtrag für die Straßentrassen kamen erste archäologische Funde und dunkle Bodenverfärbungen von Siedlungsgruben und Gräben ans Tageslicht.

Nach dem Abschluss der Baugebiet-Erschließungsarbeiten wurden die Grabungen ab Dezember 2016 noch auf 27 Einfamilienhausgrundstücke ausgedehnt, abgeschlossen wurden diese kurz vor Weihnachten 2017.

Große Menge an historischen Fundstücken

„Knapp 250 archäologische Befunde – das ist eine große Menge an historischen Fundstücken, die hier in unserer Gemeinde Lengede entdeckt und ausgegraben wurden“, sagt Bürgermeisterin Maren Wegener. „Ich freue mich, dass wir in unserem Rathaus die Fundstücke ausstellen und diese für die Allgemeinheit zugänglich machen können. Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten, dem Archäologenteam Thomas Budde und Jörg Weber und insbesondere Werner Cleve.“

Eines der Fundstücke ist eine alte Vase. Quelle: Gemeinde Lengede

Mit großer Sorgfalt habe hat sich das Team den Ausgrabungen gewidmet und das BaugebietKreuzstein“ genau unter die Lupe genommen. Meist entdeckten die Archäologen Siedlungsgruben, die verschiedene Funktionen bedienten. Der größere Teil gehört zu einer eisenzeitlichen Siedlung – der älteste Fund ist eine Feuersteinpfeilspitze aus der späten Jungsteinzeit (circa 2700 bis 2000 vor Christus), von der sich im Westen eine germanische Siedlung absetzt.

Wie die eisenzeitlichen Gruben am „Kreuzstein“ zeigen, nutzten die Menschen damals in erhöhtem Maße auch Geräte aus Feuerstein als Messerklingen oder dafür bearbeitete Tierknochen. Die Fundstücke der Ausgrabungen des BaugebietsKreuzstein“ sind bis Ende September im Lengeder Rathaus ausgestellt und können zu den allgemeinen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Von Dennis Nobbe

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