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Ilsede Wilfried Henties lud Umweltausschuss ein
Kreis Peine Ilsede Wilfried Henties lud Umweltausschuss ein
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16:29 02.05.2018
Mitglieder des Kreistages informierten sich über die Wirkungsweise eines modernen Pflanzenschutzgerätes. Quelle: Antje Ehlers
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Oberg

 Anhand der technischen Überprüfung einer Pflanzenschutzspritze wurde den Anwesenden moderner Pflanzenschutz erläutert. „Es soll heute nicht um das Für und Wider des Glyphosat-Einsatzes gehen, ich möchte mit der Vorführung zur Versachlichung beitragen. Der Antrag von Dieter Samieske (Linke) ist begründet mit vielen Halbwahrheiten aus Unwissenheit, dafür habe ich aber Verständnis“, sagte Henties zu Beginn. Er verwies darauf, dass die Pächter der landkreiseigenen Flächen gemäß ihrer Pachtverträge keine chemischen Pflanzenschutzmittel ausbringen dürften. Daher sehe er den Antrag als Populismus, so Henties.

Der Landwirt zeigte sich sehr enttäuscht darüber, dass Dieter Samieske seiner Einladung nicht gefolgt war, auch von den Mitgliedern des Fachausschusses waren lediglich drei anwesend, so wie ein weiteres Mitglied des Kreistages.

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Ausführlich erläuterten Henties, sein Sohn Till und Christian Wohlenberg (ebenfalls Landvolk-Vorstandsmitglied) die Funktionsweise eines modernen Pflanzenschutzgerätes. Diese seien mittlerweile mit GPS-Technik ausgestattet. Zudem werde derzeit an einer weiteren Steuerung über Satelliten-Technik gearbeitet, die es ermögliche, Krankheitsherde auf den Ackerflächen zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Während einer Vorführung konnten sich die Anwesenden ein Bild davon machen, wie Feldspritzen durch Fachfirmen einer technischen Überprüfung unterzogen werden, die im Abstand von drei Jahren Pflicht ist. Zudem verwies Henties noch auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im eigenen Garten, der wegen Unkenntnis meist fehlerhaft sei, was die Gäste zum Nachdenken anregte. Auf die Frage, ob die Mitglieder des Ausschusses sich mit den neu gewonnenen Erkenntnissen nun anders entscheiden würden, waren sie sich nach kurzem Zögern einig, dass die Zustimmung zum Antrag lediglich symbolischen Wert gehabt hätte.

Von Antje Ehlers

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