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Ilsede Wie kommt Europa in Peine an?
Kreis Peine Ilsede Wie kommt Europa in Peine an?
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20:00 23.05.2019
Die Umfeld-Umgestaltung des Edemisser Rathauses wurde durch EU-Mittel gefördert. Quelle: Archiv
Kreis Peine

Die EU-Wahl am 26. Mai rückt immer näher – und überall sind die Bürger aufgerufen, am Sonntag ihre Stimme abzugeben. Doch wie profitieren Kommunen vor Ort von der Europäischen Union? Zahlreiche Bauprojekte werden mit EU-Mitteln gefördert, so auch im Kreis Peine. Die PAZ hat bei den Verwaltungen nachgefragt, welche Beispiele es in ihren Gemeinden und der Stadt dafür gibt.

Sanierung des Rathausumfelds in Edemissen wurde gefördert

Die Gemeinde Edemissen profitiert seit Jahren durch die Teilnahme an der Dorferneuerung nach den Richtlinien zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE), deren Zuschüsse sich neben Landesmitteln auch aus EU-Mitteln speisen. „Als markante Beispiele kann ich die Sanierung des Rathausumfeldes, Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit, anführen“, erklärt Oliver Völkening, Sprecher der Gemeinde Edemissen. Hier erhielt die Gemeinde rund 249 000 Euro. In jüngster Vergangenheit wurde der Lehmkuhlenweg in Eickenrode mit 166 000 Euro als Unterstützung aus dem ZILE-Programms ausgebaut.

Allerdings merkt Völkening an, dass es leider kompliziert sei, Zuschüsse aus Landes- und EU-Mitteln zu generieren. Besonders in den letzten Jahren sei der bürokratische Aufwand stark gestiegen. Hinzu komme das EU-weite Vergaberecht, ab das auch die Gemeinde gebunden ist. „Hier würde ich mir wünschen, dass dieses etwas praxisnaher und einfacher wird“, so Völkening.

Mehrere aktuelle Maßnahmen in Ilsede

Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung Oberg werden mit Mitten der EU sowie des Landes Niedersachsen gefördert, wie Otto-Heinz Fründt, Bürgermeister der Gemeinde Ilsede, erläutert. So wurde 2018 die Umgestaltung des Schulhofumfelds der Grundschule abgeschlossen. Dazu gehörten unter anderem die Umgestaltung der Bushaltestelle, der barrierefreie Zugang zur Turnhalle und die Schaffung von Parkplätzen. Die gesamte Maßnahme kostete rund 462 000 Euro, davon kamen 228 000 aus Mitteln der Dorferneuerung.

Der Wasserturm in Groß Lafferde. Quelle: Archiv

Im Zuge der europäischen LEADER-Förderung liegen in Ilsede aktuell mehrere Bewilligungsbescheide vor. So wurden für die Umgestaltung des Burgplatzes in Ölsburg rund 59 000 Euro bewilligt, für die Innensanierung des Groß Lafferder Wasserturms rund 132 000 Euro. Auf dem Groß Ilseder Friedhof soll eine Bienenweide eingerichtet werden, hier beläuft sich die Fördersumme auf rund 10 000 Euro.

Zwei Projekte in Hohenhameln jüngst bewilligt

„In Hohenhameln gibt es zwei aktuelle Projekte, die gerade bewilligt worden sind und deren Umsetzungen demnächst beginnen werden“, sagt Frank Meißner, Allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters. Dies sind einmal die Sanierung des Rathausplatzes mit einem Investitionsvolumen von rund 691 000 Euro, die Zuweisung der EU-Mittel beläuft sich auf rund 366 000 Euro.

Das Mehrzweckgebäude in Soßmar. Quelle: Archiv

Außerdem steht der barrierefreie Umbau samt Sanierung des Mehrzweckgebäudes in Soßmar an. Die Kosten belaufen sich auf rund 257 000 Euro, wovon rund 136 000 Euro aus EU-Mitteln kommen. Als vergangene Maßnahme nennt Meißner die Sanierung der Hohen Straße in Hohenhamlen im Rahmen der Dorferneuerung 2015. Die Investitionssumme betrug rund 667 000 Euro, wovon 280 000 Euro gefördert wurden.

Spritenhius-Sanierung in Lengede gefördert

In der Gemeinde Lengede gingen in den vergangenen Jahren mehrere öffentliche Anträge ein, dabei ging es unter anderem um die Sanierung des Spritzenhiuses, das erst vor einem Monat neu eröffnet wurde, diverse Straßenerneuerungen (unter anderem Lüttje Straße im Kernort Lengede) sowie die Sanierung der Lengeder Friedhofskapelle. Bei den öffentlichen Anträgen konnten 50 Prozent der entstandenen Kosten durch Fördermittel der EU gedeckt werden.

Aktuelle Fördermaßnahme in Wendeburg steht bevor

„In Wendeburg steht unsere aktuelle Fördermaßnahme aus EU-Mitteln noch bevor“, erklärt Bürgermeister Gerd Albrecht. Hierbei handelt es sich um den Ausbau der Feldwege in der Gemarkung Neubrück, der mit 370 000 Euro zu Buche schlägt – 270 000 Euro davon kommen aus dem EU-Programm „Ländlicher Wegebau“. Doch auch 2008 wurden bereits zwei Straßenbau-Maßnahmen von EU-Mitteln mitgetragen: Der Ausbau sowohl von der Straße „Rodekamp“ in Wendeburg als auch der des Waldwegs in Neubrück.

Geförderte Umbaumaßnahmen in Vechelde

In der Gemeinde Vechelde wurden in den letzten Jahren zwei größere Projekte mit EU-Mitteln gefördert: Jüngst stand 2018 der Umbau des Kuhstalls der Zeiträume Bodenstedt zum Veranstaltungs- und Seminarraum an. Die EU übernahm 280 000 der 380 000 Euro. 2014 wurde der Vechelder Schlosspark nach historischem Vorbild umgestaltet, die Gesamtkosten beliefen sich auf 264 000 Euro. Die EU steuerte Fördermittel in Höhe von 132 000 Euro bei.

Die Förderung im Stadtgebiet Peine

Auch im Peiner Stadtgebiet gibt es zahlreiche Projekte, die von der EU gefördert werden, wie Petra Neumann, Sprecherin der Stadt Peine, erklärt.

Eines der zwei aktuellen Programme ist das Dorfentwicklungsprogramm in den sechs Ortschaften, die sich zur Kanal-Fuhse-Region zusammengefunden haben, also Vöhrum, Eixe, Rosenthal, Schwicheldt, Berkum und Röhrse. Weiterhin gibt es das „LEADER-Programm“: „Davon profitieren alle anderen Peiner Ortschaften, zusammen mit den kreisangehörigen Gemeinden Ilsede, Vechelde, Wendeburg und Edemissen“, so Neumann.

Darüber hinaus gab es auch schon bedeutende Förderungen im Zentrum der Stadt Peine, die unter anderem die Revitalisierung und Wiederverwendung von Brachflächen in den Fokus nahmen. Dazu gehört etwa die Aufstellung von Informationstafeln und -kästen sowie die Erstellung des Dorfregion-Atlas in der Dorfregion Kanal-Fuhse-West-Region für 10 600 Euro im vergangenen Jahr.

In diesem Jahr wurden Mittel in Höhe von rund 479 000 Euro für die Sanierung des Goltzplatzes abgerufen, hier steht die abschließende Prüfung des Fördermittelgebers noch aus.

Jährlich abgerufen werden Fördermittel für die Durchführung eines Regionalmanagements der LEADER-Region „Peiner Land“. Hier kamen seit 2015 insgesamt rund 506 000 Euro zusammen.

Von Dennis Nobbe

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