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Ilsede Warum Brautkleider früher schwarz gewesen sind
Kreis Peine Ilsede Warum Brautkleider früher schwarz gewesen sind
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17:00 02.08.2018
Das Lieblingsstück in der Heimatstube Gadenstedt ist das schwarze Brautkleid. Quelle: Hendrik Denkmann
Gadenstedt

Im Rahmen einer Serie über Heimatstuben- und vereine im Kreis Peine soll die Arbeit der ehrenamtlichen Vorstände und Mitglieder gewürdigt werden. Im heutigen Teil geht es um die Heimatstube Gadenstedt.

Die heutige Heimatstube in Gadenstedt wurde von der 1988 gegründeten Heimatgruppe gegründet und wird bis heute von ihr unterhalten.Sie befasst sich schwerpunkmäßig mit der Sammlung von Exponaten aus der Dorfgeschichte und ihrer Entwicklung sowie aus dem Vereinsleben, zudem aus der Landwirtschaft und aus den Bereichen des Handels, Handwerks und Gewerbes.

Dass Heimatgruppe Gadenstedt gut ausgestattet ist, zeigt ihr Lieblingsstück: „Das schwarze Brautkleid, das aus dem Familiennachlass von der Frau Irma Gilbert stammt, ist ein menschengroßes Objekt, an dem man nicht vorbeigehen kann, ohne es in seiner Gänze zu betrachten“, zeigt sich Joachim Kunst, Vorsitzender der Heimatgruppe Gadenstedt, die die Heimatstube unerhält, erfreut. Ein Blickfang sei es zudem, weil es komplett in Schwarz gehalten ist. Das hat seinen Grund: Vor rund 100 Jahren heirateten die Bräute in Schwarz, was ihre Frömmigkeit unterstreichen sollte.

Ein weiterer Grund, in Schwarz zu heiraten, war die finanzielle Lage: Die Eheleute sollten in ihrer besten Tracht in die Kirche einziehen können, deshalb wurde für diesen Anlass das sogenannte „feine Kleid“ entwickelt. Dieses konnte dann später bei den unterschiedlichsten feierlichen Anlässen getragen werden.

Erst ab den 1930er Jahren wurde es modern, dass Bräute in dem lange Zeit üblichen und auch heute noch weit verbreiteten weißen Kleid heiraten. Das wiederum soll ihre Jungfräulichkeit symbolisieren, da die Farbe Weiß für Reinheit und Unschuld steht. Schwarze Roben wurden allerdings noch lange von bereits Schwangeren getragen. Ausgehend von den Adelshäusern verbreitete sich der Trend, in Weiß vor den Traualtar zu treten, immer mehr und erreichte schon bald auch die ärmeren Bevölkerungsschichten.

„Auch weiße Kleider unterlagen modischen Aspekten. Hinsichtlich Form und Schnitt waren sie einem starken Wandel ausgesetzt, der dazu führte, dass die Braut von heute von rot bis schwarz, kurz bis lang alles finden kann und tragen darf“, weiß Kunst.

Ebenfalls viele weitere Geschichten beherbergt die Heimatstube, die jeden Mittwoch ihre Türen von 16 bis 18 Uhr öffnet und ihre Exponate Am Thie 1 in Gadenstedt für die Peiner Bürger ausstellt. Bei den halbjährig stattfindenden Tagen der offenen Tür werden besondere Aspekte der Dorfgeschichte ausgearbeitet und dargestellt.

Von Hendrik Denkmann

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