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Ilsede Volles Haus bei der Ilseder Jobbörse
Kreis Peine Ilsede Volles Haus bei der Ilseder Jobbörse
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00:21 16.09.2018
Zum zweiten Mal fand die Jobmesse der Gemeinde Ilsede statt - diesmal in der Gebläsehalle.
Zum zweiten Mal fand die Jobmesse der Gemeinde Ilsede statt - diesmal in der Gebläsehalle. Quelle: Mirja Polreich
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Groß Ilsede

Auch der Veranstaltungsort war der Nachfrage angepasst: Vom Komed war die Jobbörse in die Ilseder Gebläsehalle verlegt worden.

Viele junge Männer drängten sich um den Stand der Polizei, unter ihnen Silas Heuer (18) und Merlin Köhler (17) aus der zwölften Klasse des Gymnasiums Groß Ilsede. Für den 18-Jährigen stand eigentlich bereits fest, was er nach dem Abitur machen möchte: „Zum freiwilligen Wehrdienst und dann zur Polizei. Mein Vater ist auch Polizist.“

Am Stand der Artemed-Gruppe, die in Peine den Wohnpark Fuhseblick betreibt, informierte sich gleich eine ganze Gruppe interessierter Altenpflegeschüler. „Wir kommen vom Diakoniekolleg in Wolfenbüttel und wollen uns hier Informationen zu den unterschiedlichen Einrichtungen und Weiterbildungsmöglichkeiten holen“, sagte Marita Schulze, die mit 21 Schülerinnen und einem Schüler nach Ilsede angereist war.

Auch Monika Giesen, Flüchtlingsbetreuerin der Gemeinde Wendeburg, hatte ihre Schützlinge, die aus Somalia, dem Irak und Afghanistan geflüchtet waren, in einem Kleinbus zur Gebläsehalle gefahren, um dort nach Jobangeboten Ausschau zu halten. Hierfür hatte die Gemeinde Ilsede eigens einen Stand mit Dolmetscherservice organisiert.

Zum zweiten Mal fand die Jobmesse der Gemeinde Ilsede statt - diesmal in der Gebläsehalle. Quelle: Mirja Polreich

Nicht auf der Suche nach Arbeit, sondern nach Auszubildenden war Reiner Selle von der Firma Holzbau Selle. „Ich gucke, ob ich nächstes Jahr vielleicht auch hier ausstelle“, sagte der Groß Ilseder Unternehmer. „Es wird immer schwieriger, Auszubildende zu finden, handwerklich will heute keiner mehr arbeiten.“

Idee entstand aus der Flüchtlingsbetreuung heraus

Ursprünglich war der Gedanke, eine Jobbörse zu veranstalten, aus der Flüchtlingsbetreuung heraus entstanden. „Wir haben uns gefragt, wie Integration funktioniert “, erläuterte Bürgermeister Otto-Heinz Fründt (SPD). So entstand gemeinsam mit der Flüchtlingsbetreuung, der Wirtschaftsförderung und der Jugendpflege die Idee, eine Jobbörse ins Leben zu rufen. Auch die Schulen wurden mit eingebunden.

Und da das Konzept ankommt, soll es auch im nächsten Jahr eine Wiederauflage geben – und zwar am 12. September 2019.

Von Mirja Polreich