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Ilsede Übung für Atemschutzgeräteträger: Wenn Helfer Hilfe brauchen
Kreis Peine Ilsede Übung für Atemschutzgeräteträger: Wenn Helfer Hilfe brauchen
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15:12 03.06.2019
Übung: Ein „Bewusstloser“ soll gerettet werden. Um reale Bedingungen zu simulieren, wurden die Masken der Feuerwehrleute verklebt. Quelle: Feuerwehr
Ilsede/Hohenhameln

Zwei Übungen hat die Kreisfeuerwehrbereitschaft Landkreis Peine West abgearbeitet. Gefordert waren der Fachzug Personalreserve und der Fachzug Wasserförderung. Dieses Mal ging es in die Gemeinde Ilsede.

Funken will gelernt sein

Der Fachzug Wasserförderung absolvierte zunächst eine Funkübung. „Sie dient der Kommunikation unter Atemschutz und wurde in vollständiger Schutzausrüstung absolviert“, sagte Übungsausbilder Jens Böker, der während der Übung als „Universalstelle“ anwesend war und den kompletten Funkverkehr überwachte. Ziel war es, die Kommunikation unter den Trupps zu verbessern. Befehle sollen detailliert, aber präzise gegeben und Rückmeldungen über den Fortschritt der Arbeiten verbessert werden. Lageänderungen oder Schwierigkeiten wurden an die Führungskraft gemeldet und der Atemschutz überwacht.

Feuer in Industriehalle

Im Anschluss wurde im Gerätehaus in Bülten ein reales Szenario geübt: Ausgangslage war ein Feuer in einer Industriehalle nach einer Verpuffung im Schweißraum. „Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war das Gebäude fast vollständig verqualmt, die Sichtweite betrug nur wenige Zentimeter“, erklärte Böker. So mussten zuerst Trupps unter Atemschutz das Innere des Gebäude erkunden und den Brand bekämpfen. Das Wasser aus den Fahrzeugtanks reichte nur für den Erstangriff aus. Weil der Brunnen weit entfernt lag, galt es, gleichzeitig über 200 Meter eine Wasserversorgung vorzubereiten. Mehrere Rettungstrupps suchten zudem im Gebäude nach Vermissten. Sie fanden drei bewusstlose Personen, die gerettet werden mussten.

Kommunikation verbessern

„Schwerpunkte der Übung waren die Kommunikation unter den Trupps, die Einteilung der Kräfte, Bewegungsabläufe und die Ordnung des Raumes. Auch die Kommunikation mit der Einsatzleitung wurde geübt“, so Böker. Zwar hätten die Zugführer Uwe Lungenhausen und Ulf Semmler einige kleine Mängel festgestellt, aber diese aufzudecken sei Sinn solcher Übungen.

Atemschutzgeräteträger in Not

Für den Fachzug Personalreserve stand ebenfalls eine Übung auf dem Programm. Im Feuerwehrhaus in Klein Ilsede gab es zunächst einen Vortrag zum Thema Atemschutznotfall. „Es wurde aufgezeigt, wie sich die Truppmitglieder unter Atemschutz zu verhalten haben, wenn sie selbst in eine Notlage geraten, und welche Möglichkeiten es gibt, um gerettet zu werden“, erklärte Sebastian Haupt, Feuerwehr-Sprecher der Gemeinde Hohenhameln. „Der Sicherheitstrupp ist die Lebensversicherung der in Not geratenen Kameraden“, machte Haupt deutlich.

Auf Tastsinn verlassen

Nach der Theorie ging es an die Praxis. Dazu wurden von Marcel Ulbrich und Sebastian Strelau zwei Übungspuppen mit Atemschutz ausgestattet und in Räumen verteilt. Die Atemschutzgeräteträger hatten nun die Aufgabe, diese Puppen zu retten. Damit es nicht zu einfach wurde, wurden die Atemschutzmasken mit Kreppband blind gemacht, so dass sich die Feuerwehrleute auf ihren Tastsinn verlassen mussten. Dennoch gelang es ihnen, die Aufgabe zu bewältigen.

Von Kerstin Wosnitza

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