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Ilsede Südlink-Kritiker enttäuscht von Gespräch mit Altmaier
Kreis Peine Ilsede Südlink-Kritiker enttäuscht von Gespräch mit Altmaier
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00:20 06.12.2018
Trafen sich zum Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: Hans-Werner Behrens (l.) und  Karl-Gerhard Giffhorn (r.), beide Vorsitzende der Südlink Interessengemeinschaft. Quelle: Archiv/privat
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Kreis Peine/Berlin

Behrens und Giffhorn, aus Röhrse und Solschen stammend, fordern eine Beteiligung der Grundeigentümer bei der Südlink-Erdkabel-Stromtrasse, die voraussichtlich auch durch das Peiner Land und damit im Boden zahlreicher Landwirte verlegt wird. „Ähnlich einer Konzessionsabgabe“, erläutern die beiden Vorsitzenden ihre Idee.

Sie fordern zehn Euro je laufenden Meter auf Privatgrund für die Südlink-Trasse. Dadurch, so ihre Ansicht, könnte das Vorhaben wesentlich beschleunigt und die Stromkunden somit entlastet werden.

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Minister blieb bei früheren Festlegungen

„Leider war Minister Altmaier nicht bereit, sich näher mit unserem Angebot zu beschäftigen und beharrte auf früheren Festlegungen“, so die beiden Vorsitzenden. „Hier spielte besonders das Totschlagargument der Überkompensierung eine Rolle. Auch war Herrn Altmaier unserer Beispielrechnung nicht zugänglich.“

Bissen bei Bundesminster Peter Altmaier (im Bild) auf Granit: Die Vertreter der Interessengemeinschaft Südlink. Quelle: Archiv

Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Prüfung der Beteiligung an der Wertschöpfungskette habe der Minister dahingehend ausgelegt, dass die Grundeigentümer sich an den Baukosten beteiligen könnten und dafür Rendite erhielten.

Interessen und Ansprüche nicht vermischen

Giffhorn und Behrens: „Das lehnen wir entschieden ab, weil so Interessen und Ansprüche vermischt werden. Wir halten das für einen perfiden Spaltungstrick der betroffenen Landbesitzer.“

Das Positive an der Reise nach Berlin sei gewesen, dass man Kontakte mit Mitarbeitern des Ministeriums habe knüpfen und Argumente dort vortragen habe können. Ein ausgearbeitetes Eckpunktepapier mit vielen Beispielrechnungen und handfesten Argumenten konnte man ebenfalls bei Entscheidungsträgern platzieren.

Noch viel Überzeugungsarbeit nötig

Die Bilanz der beiden: „Als Erfolg ist zu werten, dass wir wahrgenommen und akzeptiert werden. Leider muss man aber auch feststellen: Das war erst der Anfang. Es liegt noch viel harte Überzeugungsarbeit vor dem Interessenverband und dann muss auch noch der Bundestag zu unseren Gunsten entscheiden.“

Von Mirja Polreich

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