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Ilsede Straßenausbau: Anlieger machen auf ihre Anteile aufmerksam
Kreis Peine Ilsede Straßenausbau: Anlieger machen auf ihre Anteile aufmerksam
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20:00 18.02.2019
In Gadenstedt wird die Ortsdurchfahrt ausgebaut, die Anlieger werden an den Kosten beteiligt. Was nach ihrer Berechnung auf sie zukommt, veranschaulichten nun Betroffene mit Plakaten.
In Gadenstedt wird die Ortsdurchfahrt ausgebaut, die Anlieger werden an den Kosten beteiligt. Was nach ihrer Berechnung auf sie zukommt, veranschaulichten nun Betroffene mit Plakaten. Quelle: privat
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Gadenstedt

„Wir haben das aufgrund der uns von der Gemeinde Ilsede vorgelegten Zahlen ausgerechnet“, erklären Maren und Michael Zacharias von der BI „Wir für Gadenstedt“. Es werde für die Gesamtmaßnahme derzeit von Kosten in Höhe von derzeit geschätzt 6 Millionen Euro ausgegangen, davon sind 4,9 Millionen Euro umlagefähig. Daraus ergibt sich für die Anlieger insgesamt eine Summe in Höhe von knapp 1,9 Millionen. Pro Quadratmeter Grundeigentum wären das dann 12,36 Euro.

„Diese Zahl haben wird dann mit den uns von den Eigentümern übermittelten Quadratmeterangaben multipliziert. Das hat die Summen auf den Plakaten ergeben. Die Zweidrittel-Regelung für Eckgrundstücke haben wir dabei berücksichtigt“, erklärt Maren Zacharias das Vorgehen.

Viele Faktoren berücksichtigen

So einfach sei die Berechnung nicht, denn es spielen auch Faktoren wie eine mögliche gewerbliche Nutzung oder die Anzahl der Geschosse der Gebäude eine Rolle, sagte Ilsedes Bürgermeister Otto-Heinz Fründt auf Anfrage der PAZ. Einige der Summen auf den Plakaten seien für ihn nachvollziehbar, andere dagegen überhaupt nicht. „Die voraussichtlichen Summen sind den Grundstücksbesitzern bereits mitgeteilt worden“, so der Bürgermeister.

Insgesamt gibt es laut Fründt 132 Flurstücke, die betroffen sind. In 88 Fällen werden weniger als 10 000 Euro fällig, in etwa zehn sind es mehr als 20 000 Euro. Mit dem Rittergut und dem Freibad, zu denen sehr große Flächen gehören, gibt es zwei Ausreißer nach oben, für die mehr als 200 000 Euro fällig werden. Der Rest – also ungefähr 30 Grundstücke – liegt zwischen 10 000 und 20 000 Euro. Wenn jemand zwei betroffene Grundstücke besitzt, müsse er natürlich auch für beide bezahlen.

Keine andere Möglichkeit

„Natürlich sind 20 000 Euro viel Geld“, räumt Fründt ein, doch nach der derzeitigen Lage gebe es keine andere Möglichkeit. Die Ortsdurchfahrt sei als Durchgangsstraße eingestuft – das ist die Kategorie, bei der die geringsten Anliegerbeiträge anfallen. 60 Prozent der Kosten trägt in diesem Fall die öffentliche Hand. Zudem würden Synergien durch die Kombination mit Kanalbauarbeiten durch den Wasserverband genutzt.

Von Kerstin Wosnitza