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Ilsede Skurrile Krimikomödie auf der Open-Air-Bühne
Kreis Peine Ilsede Skurrile Krimikomödie auf der Open-Air-Bühne
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19:00 13.05.2019
Ruhe sanft: Camilla Kelton (Iris Jakobs) nimmt Abschied von ihren Opfern. Quelle: Ulrich Jaschek
Groß Lafferde

So oder wenigstens so ähnlich muss es gewesen sein, als dereinst Theaterleute, Musiker und Gaukler über Land zogen, um dem einfachen Volke ihre Kunst zu präsentieren: elementar und ungeschminkt, aber voller Leidenschaft. So wie die Schauspieltruppe des Groß Lafferder Heimat- und Kulturvereins am Wochenende mit ihrer Krimi-Komödie „Jerry ist tot“: Eine ungeschützte Holztribüne für das Publikum vor dem als Bühne eingerichteten Unterstand vor einer Scheune. Ein paar tourneegeeignete aufgehübschte Bühnenelemente, ein angedeutetes Wohnzimmer, ein paar theaterverrückte Mimen vor wetterfestem Publikum – und natürlich eine skurrile Geschichte.

Gatte Jeremy Kelton (Reinhard Braun) beschließt (angeblich) zu sterben, um seiner künftigen Witwe Camilla (Iris Jakobs) und sich selbst auf Kosten seiner Lebensversicherung ein sorgloses Dasein in der Fremde zu ermöglichen. Das ging in den zweieinhalb Stunden der Aufführung so gründlich schief, wie sich das Publikum köstlich amüsierte.

Ein verschmähter Geliebter und ein einfältiger Sergeant

Denn da schnüffelte die wissbegierige Nachbarin Mrs. Peabody (Sibylle Mellin) ungeniert im Wohnzimmer herum, der verschmähte Geliebte Mark (ebenfalls Reinhard Braun) sah sich um seinen erotischen Lendensport betrogen und die Versicherungs-Detektivin Mrs. Hardcastle (ebenfalls Sibylle Mellin) wusste, dass etwas nicht stimmen konnte. Aber Inspektor Crombie (Jörg Mellin) bliebt erfolglos, während sein einfältiger Sergeant (Walter Hohmann) erstens dem Hausmädchen Sarah Leeds (Susanne Cramm Bonadi) und zweitens ihren Backkünsten verfiel.

Schauspielerisch routiniert und erbarmungslos meuchelte Iris Jakobs jene, die ihrem Schwindel auf die Schliche kamen, managte rollengemäß geschickt deren Entsorgung durch ein diskretes Bestattungsunternehmen und spornte die Sargträger Uwe Wehrspaun und Hugo Lindemann zu körperlichen Höchstleistungen an. Apropos Sarg: Der war augenscheinlich in besserem Zustand als das leider stark beanspruchte Bühnensofa, das während der letzten Aufführung eine außerplanmäßige provisorische Reparatur brauchte.

Egal, das Bühnenteam schien durch nichts zu erschüttern, und sollte es wirklich zu Texthängern gekommen sein, war auf Souffleuse Ute Blume Verlass. Das Publikum ließ sich zum Schluss beim Beifall nicht lumpen. Das war Theater in seiner ursprünglichsten Form. Gerne wieder!

Von Ulrich Jaschek

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