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Ilsede Schulneubau-Gegner wollen ergebnisoffene Debatte in Ilsede
Kreis Peine Ilsede Schulneubau-Gegner wollen ergebnisoffene Debatte in Ilsede
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19:29 29.04.2018
Einen fairen Umgang mit ihren Interessen wünschen sich diese Bürger. Quelle: Thomas Freiberg
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Ilsede

 Es ist vor allem diese Begründung, die vielen Bürgern und Politikern sauer aufstößt – man habe schließlich immer versucht, fundiert und sachlich zu argumentieren. Gleichzeitig räumen die Kritiker jedoch ein Fehlverhalten einzelner Bürger ein.

„Es sind Aussagen gefallen, die nicht hätten fallen dürfen“

„Es sind einige wenige Aussagen gefallen, die so sicherlich nicht hätten fallen dürfen“, sagt Cord Pape, der sich als Elternvertreter für den Erhalt der drei Dorfschulen in Adenstedt, Gadenstedt und Groß Lafferde einsetzt. Im Nachgang sei dies aber mit den betroffenen Personen – soweit möglich – besprochen worden.

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Entschieden treten die Neubau-Gegner Mutmaßungen entgegen, dass es einen Zusammenhang mit Anschlägen mit Nägeln auf das Auto des Bürgermeisters gegeben haben soll! „Es gibt keinen beweisbaren Zusammenhang solcher eventueller Taten mit der Grundschuldiskussion“ sagt Matthias Laue, der sich ebenfalls für den Erhalt der drei Dorfschulen einsetzt.

Doch warum hat dann der Bürgermeister, haben einige Ratsmitglieder von einem Klima der Angst und sogar von Krieg innerhalb der Schuldebatte gesprochen? Pape und Laue sehen dies auch in der Emotionalität des Themas begründet, da könne es in Diskussionen auch schon mal „zur Sache“ gehen.

Rückzieher des Bürgermeisters eröffnet Chance

Ein Schuldiger für das aufgeheizte Klima ist für die Neubau-Gegner aber auch die Verwaltung. „Wir hatten immer wieder den Eindruck, dass uns gar nicht richtig zugehört wurde, dass unsere Argumente einfach weggewischt wurden“, sagt Pape. „Das steigert nicht gerade das Demokratieverständnis und trägt wesentlich zur Politikverdrossenheit bei, was letztendlich auch den Frustpegel steigen lässt.“

Es habe seiner Einschätzung nach von Anfang an nur die Festlegung auf einen Neubau gegeben. „Natürlich macht der Erhalt und die Sanierung der drei Dorfschulen mehr Arbeit. Wir hätten uns aber gewünscht, dass diese Variante von Seiten der Verwaltung ernsthaft geprüft worden wäre. Dies ist aber absolut nicht geschehen“, so Laue.

Und obwohl sich die Neubau-Gegner noch immer über den Rückzieher des Bürgermeisters ärgern, sehen sie darin auch eine Chance, das gesamte Thema nun wieder sachlich zu diskutieren. „Wir wünschen uns eine ergebnisoffene Debatte, in der auch die Vorteile und Möglichkeiten an den bewährten Standorten betrachtet werden“, sagt Pape. „Das sind wir unserer Gemeinde und vor allem unseren Kindern schuldig.“

Von Tobias Mull

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