Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Ilsede Schulbus-Ärger: Flöge kritisiert Pläne des Landkreises
Kreis Peine Ilsede Schulbus-Ärger: Flöge kritisiert Pläne des Landkreises
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:02 15.08.2019
Anabelle Wessel wohnt mit ihrer Familie in Groß Bülten, ihr Sohn soll in Ölsburg zur Schule gehen. Die Busfahrkarte müssten Wessels nach einer Satzungsänderung selbst bezahlen. Quelle: Annabelle Wessel
Groß Bülten

Der Landkreis Peine möchte die Satzung zur Schülerbeförderung dahingehend ändern, dass ausnahmslos nur die Kinder eine kostenlose Busfahrkarte bekommen, die mindestens zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen. Zum Problem wird dies unter anderem für viele Groß Bültener, deren Kinder im benachbarten Ölsburg zur Schule gehen. Unter anderem deswegen spricht sich Groß Bültens Ortsbürgermeister Holger Flöge (FDP) gegen eine Satzungsänderung aus.

Die derzeit noch gültige Satzung für die Schülerbeförderung habe der Landkreis Peine 2011 aufgestellt, erklärt Flöge. Damals standen zwischen zwischen den nahtlos ineinander übergehenden Ortschaften Ölsburg und Groß Bülten noch weiße Ortsschilder. 2015 wurden sie gegen die „normalen“ gelben Schilder ausgetauscht, wodurch eine Grenze zwischen geschlossenen Ortschaften definiert war.

Damit hatten laut Satzung Groß Bültener Kinder, die in Ölsburg zur Grundschule gehen, ein Anrecht auf eine kostenlose Busfahrkarte – unabhängig von der Entfernung vom Wohnhaus zur Schule. Die Gesetzgebung sieht jedoch vor, erst ab zwei Kilometern Entfernung ein kostenloses Ticket zur Verfügung zu stellen. Viele Groß Bültener wohnen jedoch näher an der Schule: Beispielsweise im Fall von Familie Wessel, deren Sohn jetzt eingeschult wird, sind es 1,8 Kilometer.

„Kann man einem Kind nicht zumuten“

Der Landkreis möchte die Satzung nun dahingehend ändern, dass es die kostenlose Busfahrkarte erst ab zwei Kilometern Entfernung gibt, unabhängig von Ortsgrenzen. Flöge ist das ein Dorn im Auge. „Nicht umsonst heißt es: kleine Füße, kurze Wege. Und 1,8 Kilometer sind für einen Erstklässler ein ziemlich weiter Weg“, sagt er. „Vor allem, wenn es im Winter morgens noch dunkel ist. Dann kann man einem Kind so etwas nicht wirklich zumuten.“

In Groß Bülten seien über 50 Schulkinder von der geplanten Satzungsänderung betroffen. „Für den Landkreis sind das rund 3000 Euro an Beförderungskosten – also keine gewaltige Summe“, sagt der Ortsbürgermeister. Es solle aber auch niemand bevorzugt behandelt werden. „Darum wäre es wünschenswert, wenn der Landkreis die Fahrtkosten für alle Schüler im Kreisgebiet übernimmt“, so Flöge.

Weitere Berichte zum Thema

Landkreis Peine will Groß Bültener Kindern die Busfahrkarte streichen

Groß Bültener Bus-Ärger: Das sagt die Politik

Von Dennis Nobbe

Die Straße „Knippelkuhle“ in Adenstedt wird ab Montag, 19. August, voll gesperrt. Grund sind Bauarbeiten, die voraussichtlich bis 1. November dauern werden.

15.08.2019

Die Vorfreude steigt: Ein Film über das PAZ-Autokino im vergangen Sommer macht Lust auf das große Event vom 29. bis 31. August auf dem Hüttengelände in Ilsede.

15.08.2019

Autokino im Neuwagen genießen: Die PAZ verlost exklusive VIP-Tickets für das große Autokino auf dem Ilseder Hüttengelände. Vom 29. bis 31. August werden dort sechs Top-Filme gezeigt.

15.08.2019