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Ilsede „Schlaraffen“: Ölsburger veröffentlicht sechstes Buch
Kreis Peine Ilsede „Schlaraffen“: Ölsburger veröffentlicht sechstes Buch
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07:00 09.08.2019
Gerhard A. Spiller aus Ölsburg hat sein sechstes Buch veröffentlicht. Quelle: Privat
Ölsburg

Der Ölsburger Gerhard A. Spiller hat sein sechstes Buch veröffentlicht: „Ich grüße den Uhu“ umfasst die Texte, die der Autor für die Vereinigung „Schlaraffia“ geschrieben hat. Herausgekommen ist ein buntes Kaleidoskop an Kurzgeschichten, Gedichten und Sinnsprüchen.

Die „Schlaraffia“ ist eine 1859 in Prag gegründete und weltweit verbreitete Vereinigung von Männern zur Pflege von Kunst, Humor und Freundschaft. „Wir haben nichts mit dem Schlaraffenland aus dem Märchen oder der Matratzenfirma zu tun“, betont Spiller. Die immer von Anfang Oktober bis Ende April stattfindenden Treffen, die „Sippungen“ genannt werden, stehen meist unter einem Thema, zu dem eigene Texte oder musikalische Darbietungen beigetragen werden können. „Wichtig ist, dass jeder etwas beitragen kann, aber niemand muss“, unterstreicht der Ölsburger.

Mittelalterliches Rollenspiel nach Regeln

Das Besondere an der „Schlaraffia“: Sie ist als mittelalterliches Rollenspiel angelegt. Weltweit gültige Spielregeln sorgen für einen einheitlichen Rahmen, innerhalb dessen sich jeder einbringen kann. Lediglich die Themen Politik, Religion und Erotik sind dabei untersagt. „Die Anlehnung an das Mittelalter wird durch ein entsprechendes Vokabular unterstrichen, das man sich sehr schnell aneignen kann“, erklärt Spiller.

Allerdings führe das gerade in der heutigen Zeit manchmal auch zu Missverständnissen, denn Schlaraffen sind im Rahmen ihres Spiels in „Reychen“ organisiert, in Peine beispielsweise im „Reych Castellum Peinense“. „Das führt manchmal zu merkwürdigen Reaktionen, weil manche Leute reflexartig an ‚Reichsbürger’ denken, womit wir aber absolut nichts zu tun haben“, betont Spiller. Nähere Informationen zu den Peiner „Schlaraffen“gibt es im Internet unter www.castellum-peinense.de. Interessenten sind eingeladen, sich das bunte Treiben als Gast anzuschauen.

Der berühmte Dichter, den es nie gab

Das Buch „Ich grüße den Uhu“ enthält nicht nur heitere Gedichte und Sinnsprüche, sondern auch allerlei weitere Texte, die auch zum Vortragen –genannt „Fechsen“ –bei Treffen der „Schlaraffen“ gedacht sind, die jeweils unter anderem anderen Thema stehen. So erklärt Schiller etwa „wissenschaftlich“, wie genau eigentlich Humor funktioniert. Oder er widmet einen Text der Forschung rund um den 1805 geborenen deutschen Dichter Otto Bögeholz. Dass von diesem kaum jemand je gehört hat, hat einen einfachen Grund: Bögeholz ist eine von den „Schlaraffen“ erfundene Figur. Ungeachtet dessen wurde dem fiktiven Dichter in Braunschweig-Watenbüttel quasi ein Denkmal gesetzt: Dort gibt es die Otto-Bögeholz-Straße.

„Ich habe mich entschlossen, meine ‚Schlaraffen’-Texte der letzten drei Jahre als Buch herauszugeben. Zugleich hoffe ich, damit die ‚Schlaraffia’ etwas bekannter zu machen“, erklärt Spiller. Die Texte sind also nicht speziell für das Buch geschrieben worden.

„Ich grüße den Uhu“ umfasst 140 Seiten und ist im Verlag Books on Demand unter der ISBN 978-3-741293634 erschienen. Der Band ist zum Preis von 9,90 Euro überall, wo es Bücher gibt, erhältlich.

Von Dennis Nobbe

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