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Ilsede Säugling in Kanal gestürzt: Spundwände erschwerten Rettung
Kreis Peine Ilsede Säugling in Kanal gestürzt: Spundwände erschwerten Rettung
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00:20 28.03.2019
Bortfelds Ortsbürgermeister Wolfgang Brandes am Stichkanal Salzgitter. Quelle: Dennis Nobbe
Bortfeld

Die Mutter sprang am Sonntagvormittag sofort ins Wasser. Es gelang ihr, den kleinen Jungen aus der Karre zu befreien und mit ihm über eine Leiter an der hohen Spundwand wieder ans Ufer zu gelangen. Aufmerksame Passanten kümmerten sich um die unterkühlten und durchnässten Personen und begleiteten sie an die Lange Straße in Bortfeld. Mutter und Kind wurden per Rettungswagen ins Klinikum in Braunschweig gebracht und konnten nach ambulanter Behandlung noch am gleichen Tag unversehrt entlassen werden.

Spundwände auch für Wild ein Problem

Über den glücklichen Ausgang freut sich auch Bortfelds Ortsbürgermeister Wolfgang Brandes: „Man muss den Passanten, die Mutter und Kind sofort versorgt haben, großen Dank aussprechen. Wichtig war auch, dass sie sofort den Notarzt gerufen haben. Zum Glück ist letztendlich alles gut gegangen.“ An Stelle des Stichkanals Salzgitter gibt es hohe, aus dem Wasser ragende Spundwände – und die seien auch für Wild, das in dem Bereich nicht selten ins Wasser falle, oftmals ein großes Problem, wie Brandes erklärt. „Da wäre es schön, wenn sie Spundwände unter die Wasseroberfläche versetzt werden könnten.“

Ausbau des Kanals erfolgte in 1970er Jahren

Dies sei an besagter Stelle aber sehr schwierig, wie Hartmut Dost, Sachbereichsleiter beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Braunschweig, schildert. „Der erste Teil des Stichkanals Salzgitter wurde in den 1970er Jahren ausgebaut, da hat man diese Form der Ufereinfassung als wirtschaftlich und nützlich gewählt.“ Dank der senkrecht ins Wasser ragenden Spundwände habe man bei wenig Raum viel Fahrwasser – was bei einer sogenannten Trapezbauweise mit Böschung nicht möglich wäre.

„Ab den 1980er Jahren kam bei den Ufereinfassungen der Umweltgedanke hinzu, also sollten nach Möglichkeit keine Spundwände mehr über der Wasseroberfläche gebaut werden“, so Dost. Am Stichkanal Salzgitter sei eine solche Bauweise wegen des räumlichen Problems um den Kanal herum – die Trapezbauweise würde einen breiteren Kanal erfordern – nicht möglich.

Von Dennis Nobbe

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