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Ilsede Realschule Groß Ilsede: Klassenraum ist marode
Kreis Peine Ilsede Realschule Groß Ilsede: Klassenraum ist marode
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12:53 11.09.2019
Ein Blick in den Klassenraum der 7c. Quelle: Kevin Sauerborn
Groß Ilsede

Kevin Sauerborn ist fassungslos: Der Klassenraum seines Sohnes, der die Realschule Groß Ilsede besucht, ist alt und heruntergekommen. Die ausgediente Schiefertafel hat einen großflächigen Sprung, und der Putz an der Pinnwand bröckelt herunter. „Es kann doch nicht sein, dass man Kinder in so einem Raum unterrichtet“, sagt Sauerborn verärgert.

Kaputte Tafel, abgesplitterte Wandfarbe und kaputtes Mobiliar: Der Klassenraum der 7c wurde noch nicht renoviert.

Sauerborns Sohn geht in die 7c der Realschule. Unterrichtet wird er in einem Klassenraum des angrenzenden Gymnasiums. Grund dafür ist die knapp bemessene Anzahl an Räumen der Realschule. Aber nicht nur das: Knapp bemessen ist offenbar auch der Etat der Schule, denn als Sauerborn bei einem Elternabend den Klassenraum seines Sohnes betrat, wollte er seinen Augen kaum trauen. Er nahm mehrere Fotos auf und lud diese bei Facebook hoch. Unter seinem Beitrag häuften sich die Kommentare – eine Diskussion entbrannte.

Raum benötigt neuen Anstrich

„Das ist doch nicht mehr zeitgemäß“, sagt Sauerborn der PAZ. Der Raum benötige einen neuen Anstrich und im besten Fall auch eine neue elektronische Tafel, wie sie bereits in anderen Räumen der Realschule angebracht ist.

Das Hauptproblem des sanierungsbedürftigen Raumes seien aber die Zuständigkeiten. Der Raum gehört zum Gymnasium und wird von der Realschule nur übergangsweise genutzt. „Als wir den Raum bekommen haben, war uns von vorneherein klar, dass wir ihn irgendwann wieder abgeben müssen“, erklärt Heike Trautmann, stellvertretende Leiterin der Realschule. „Es hätte sich deshalb nicht gelohnt, aus dem schuleigenen Etat beispielsweise eine elektronische Tafel zu kaufen.“

Raumwechsel nach Platzbedarf

Im kommenden Schuljahr soll der Klassenraum der Realschul-Siebtklässler wieder an das Gymnasium abgegeben werden. Dann werden die Schüler in anderen Räumen unterrichtet. „Das ist nichts Neues bei uns“, erklärt Trautmann, „je nach Platzbedarf werden wir immer hin- und hergeschubst.“

Aktuell habe die Realschule vier Klassenräume im Gymnasium. Diese sollen zum nächsten Schuljahr abgegeben werden, dafür erhält die Realschule weitere Räume in der angrenzenden Grund- und Hauptschule. „Das macht dann insgesamt 13 Klassenräume in der Realschule, 3 Räume in der Janusz-Korzak-Schule sowie 7 weitere in der Grund- und Hauptschule“, rechnet Trautmann vor. Aufgrund dieser Raumaufteilung hätten die Schüler teilweise weite Wege zurückzulegen.

„Aber das ist noch längst nicht alles“, ärgert sich die stellvertretende Schulleiterin. Die Klassenräume in der Hauptschule sollen in einem noch schlechteren Zustand sein, als der Raum der 7c. „Und dann ist da noch das sanierungsbedürftige Lehrerzimmer und die geringe Anzahl an Damentoiletten“, zählt Trautmann auf. Es müsse dringend etwas passieren.

Reaktion des Landkreises

Der Klassenraum der 7c ist in einem schlechten Zustand. Die Realschüler aus Ilsede werden in einen Raum im benachbarten Gymnasium „Am Schulzentrum“ beschult (siehe Text oben). Die Tafel ist kaputt, und der Putz an den Wänden beginnt zu bröckeln.

Der Landkreis Peine habe bislang noch nichts von den Zuständen des Klassenraumes gewusst. Weder das Gymnasium noch die Realschule hätte sich an den Kreis als Schulträger gewandt, sagt Kreissprecher Fabian Laaß. Erst nach PAZ-Anfrage sei der Fachdienst Schule, Kultur und Sport darüber informiert worden. Jetzt konnte „der Tausch der Tafel sowie die Sanierung der Wand umgehend in Auftrag gegeben“, bestätigt Laaß.

Normalerweise hätte der Landkreis die Informationen über den sanierungsbedürftigen Raum von der Schule erhalten. Die darauffolgende Instandsetzung hätte dann in den Sommerferien stattgefunden. Weil sich aber wegen der Groß Ilseder Raumsituation niemand gemeldet habe, könnten die Sanierungsarbeiten frühestens in den Herbstferien beginnen, erklärt Laaß.

Wechsel von Klassenräumen normal

Bekannt sei dem Landkreis hingegen der stetige Wechsel der Klassenräume der Realschüler. „Grundsätzlich ist es an einem zusammenhängenden Schulzentrum Praxis, dass Klassenräume getauscht werden“, so Laaß. Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl an Schülern mit Inklusionsbedarf sei es von Vorteil, wenn bei der Vergabe der Räumlichkeiten flexibel reagiert werden könne.

Und da die Realschüler auch Klassenräume in der Janusz-Korczak-Schule an der Schulstraße nutzen dürften, gäbe es laut Landkreis auch keine Raumnot. Einziges Problem seien die langen Wege zwischen den jeweiligen Gebäuden. „In einem so großen Schulzentrum wird es aber immer auch Wege geben, die von einem zum anderen Gebäude weiter sind“, sagt Laaß. Ein Anbau könnte diese Wege zwar verkürzen – dieser sei aber nicht geplant.

Von Michaela Gebauer

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