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Ilsede Münstedter helfen Rumänien seit zehn Jahren
Kreis Peine Ilsede Münstedter helfen Rumänien seit zehn Jahren
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21:00 11.10.2019
Karl-Heinz Hantelmann mit der Heimleiterin Ruxandra Faur beim Ausladen des Transporters in Bukarest. Quelle: Karl-Heinz Hantelmann
Münstedt

Der zehnte Rumänien-Hilfstransport aus Münstedt hat kürzlich sein Ziel in Bukarest erreicht. Ermöglicht wird das Projekt für hilfebedürftige Menschen seit zehn Jahren von Dr. Ingo Nissen und seit einiger Zeit auch von Karl-Heinz Hantelmann. Er fuhr kürzlich den jüngsten Hilfstransport in die 2200 Kilometer entfernte rumänische Hauptstadt.

Ein Blick zurück: Aufmerksam wurde Nissen auf die prekären Zustände in rumänischen Pflege- und Heimeinrichtungen einst durch seinen Arbeitgeber im Rahmen eines „Community Day“. Bei der Aktion wurden Mitarbeiter dazu ermutigt, sich in einem karitativen Projekt einzubringen. In Nissens Fall fiel die Wahl schließlich auf ein Kinderheim in Bukarest.

Sein Fazit: Es gab dort zu wenige Räume für die vielen Kinder. Zwar seien diese nicht hungrig gewesen, doch häufig fehlte es an alltäglichen Dingen wie Kleidung, Spielzeug oder Bettwäsche. „Soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Jugend- und Altenheime gibt es in Rumänien zwar, doch sind diese bei weitem nicht auf deutschem Standard“, so Nissen. „Familien fangen häufig auf, was staatliche Stellen oder Pflegeeinrichtungen nicht leisten können.“

Enge Kontakte mit Heimleitungen

Später konnte der Münstedter Karl-Heinz Hantelmann für das Projekt gewonnen werden, der sich seitdem intensiv um die Belange der Rumänienhilfe kümmert. Gemeinsam mit Nissen finanzierte er beispielsweise die Anschaffung eines Kleintransporters. Mit zusätzlicher Unterstützung von Wolfgang Heckert können seitdem die Spenden persönlich nach Bukarest gefahren werden. Durch die engen Kontakte zu Heimleitungen geben die Helfer die Spenden vor Ort ab – so kommen diese ohne Umweg den Menschen zugute.

Unter anderem unterstützen die Münstedter ein Heim für junge Mädchen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. „Diese Mädchen sind rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen, so müssen ihnen täglich frisch gewaschene Bettwäsche und Kleidung zur Verfügung stehen. Dementsprechend stehen die Waschmaschinen in dem Heim niemals still“, schildert Hantelmann. Weiterhin würden Waschmittel und Gummi-Unterlagen für die Betten fehlen, ebenso altersgerechte Kleidung, Buntstifte und Malbücher.

Dinge des täglichen Gebrauchs fehlen

In einem anderen Heim, das die Rumänienhilfe unterstützt, werden Kinder und Jugendliche bis zu ihrem 18. Geburtstag aufgenommen. Sie bekommen die Möglichkeit eine Schule zu besuchen und eine Ausbildung zu finden. „Hier fehlen ebenso Dinge des täglichen Gebrauchs wie Bettwäsche und altersgerechte Kleidung“, so Hantelmann.

Auch ein Altenheim am Stadtrand von Bukarest ist Ziel der Hilfsaktion. „Die Bewohner, die häufig mit bis zu acht Personen in Mehrbettzimmern liegen, leiden häufig unter den schwierigen Bedingungen“, sagt Hantelmann. Bekleidung und Bettwäsche seien hier willkommen, technische Hilfsmittel wie Rollatoren, Gehhilfen oder Krankenstühle gesucht.

Spender gesucht

Finanziert wird die Hilfsaktion überwiegend durch den „Tag der offenen Gartenpforte“ auf dem Hof Hantelmann in Münstedt. Die Erlöse des Kuchenverkaufs sowie private Spenden tragen einen Großteil zur Finanzierung der Transportkosten bei. Sachspenden für die Kinder- und Pflegeheime nimmt Karl-Heinz Hantelmann auch gern persönlich an. Interessierte Spender können sich unter der Telefonnummer (0 51 72) 81 00 melden.

Von Dennis Nobbe

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