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Ilsede Linke: „Behörde provoziert Auseinandersetzung“
Kreis Peine Ilsede Linke: „Behörde provoziert Auseinandersetzung“
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17:56 14.01.2020
Die Grund- und Hauptschule in Groß Ilsede. Quelle: Dennis Nobbe
Groß Ilsede

Der Schulsozialarbeiter Dirk Grune war bisher an der Grund- und Hauptschule (GHS) in Groß Ilsede beschäftigt. Nach erheblichen Differenzen mit der Schulleitung soll er dort laut Landesschulbehörde entgegen zunächst anders lautender Aussagen nicht mehr eingesetzt werden. Vorausgegangen war dem Schulärger ein Video, das zwei Groß Ilseder Hauptschüler Anfang November bei Youtube hochgeladen hatten. Sie wollten damit auf die schlechten baulichen Zustände im Schulgebäude aufmerksam machen, kurz zu sehen ist darin auch Grune in seinem Büro.

Widerspruch zu allen vorherigen Äußerungen

Der Kreisvorstand der Linken gibt eine Stellungnahme ab – und spart nicht mit Kritik an der Behörde. „Nun also doch: Der Schulsozialarbeiter an der GHS Ilsede soll versetzt werden. Das ist ein Widerspruch zu allen im Vorfeld gemachten Äußerungen“, heißt es in der vom Kreisvorsitzenden Jürgen Eggers und dessen Stellvertreter Dieter Samieske unterschriebenen Erklärung.

Offensichtlich sei das Vorgehen der Landesschulbehörde trotz anders lautender Aussagen nicht auf eine einvernehmliche Lösung ausgelegt gewesen. Nach Meinung von Örsen Savas, Linken-Mitglied im Ilseder Gemeinderat, wäre eine Umwandlung der Abordnung in eine Versetzung möglich gewesen, wenn es gewollt gewesen wäre. Hintergrund: Grune ist eigentlich für die Realschule Ilsede angestellt, aber seit Jahren an die Hauptschule abgeordnet. Diese Abordnung wurde nun rückgängig gemacht.

„Totales Versagen der Landesschulbehörde

„Hier ist ein totales Versagen der Landesschulbehörde festzustellen, und zwar im Vorgehen ebenso wie in der Kommunikation mit denen, die einen runden Tische zur Lösungssuche bilden wollten“, heißt es in der Erklärung. Augenscheinlich sei das Vorgehen von Anfang an auf Eskalation angelegt gewesen, so der Verdacht. Die aufkommenden Unruhe bei Schülern und Eltern sei billigend in Kauf genommen worden.

Die Linke sieht hier einen Schaden für die Demokratie und die Schüler, der durch eine staatliche Behörde entstanden ist. Hier ist Schadensbegrenzung angesagt. Die Entscheidung der Landesschulbehörde ist ein Skandal und muss korrigiert werden“, so Eggers und Samieske, die erwarten, dass der Landkreis als Vermittler in dieser Sache auftrete, um zu einer Lösung beizutragen.

Ein Schülervideo mit Folgen

Schüler der Grund- und Hauptschule in Groß Ilsede haben ein Video gedreht, in dem sie die unbefriedigende Baustellensituation im Gebäude beklagen. Das hatte gravierende Folgen:

9. Januar 2020: Schüler und Eltern wollen für Verbleib des Sozialarbeiters demonstrieren

8. Januar 2020: Ortsbürgermeisterin Schulz stellt Vorgehen der Behörden infrage

7. Januar 2020: Am ersten Schultag vor verschlossener Tür: Sozialarbeiter soll versetzt werden

27. November 2019: Schulärger in Ilsede: „Fahrplan“ zur Konfliktlösung entwickeln

25. November 2019: Nach Schülervideo an GHS Groß Ilsede: Mediator seit Montag im Einsatz

22. November 2019: Sozialarbeiter bleibt wohl an Schule: Geplante Demo abgesagt

21. November 2019: Schulärger: Ministerium sieht Schulfrieden gestört und fordert Lösung

20. November 2019: Ilseder Schulärger: Kultusministerium fordert Dialog

19. November 2019: Gewerkschaft zum Ilseder Schulärger: „Personalrat wurde nicht eingeschaltet“

18. November 2019: Ilseder Schulärger: Roland Mainka mahnt Aufklärung an

15. November 2019: Empörung über Entlassung des Ilseder Schulsozialarbeiters

14. November 2019: Nach Video-Eklat: Sozialarbeiter muss wohl Ilseder Schule verlassen

14. November 2019: Kommentar zum Job-Aus für Ilseder Sozialarbeiter: Geheimsache Schule

13. November 2019: Viel Unterstützung für vom Rauswurf bedrohten Sozialarbeiter

12. November 2019: Groß Ilseder Schüler demonstrieren für ihren Schulsozialarbeiter

8. November 2019: Groß Ilsede: Gemeinde will Schulsanierung vorantreiben

8. November 2019: Schüler kritisieren Mängel: Video aus Ilseder Grund- und Hauptschule sorgt für Wirbel

Das ist das umstrittene Video:

Von Kerstin Wosnitza

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