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Ilsede Kugelwasserturm soll in zwei Schritten saniert werden
Kreis Peine Ilsede Kugelwasserturm soll in zwei Schritten saniert werden
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22:10 12.06.2018
Kugelwasserturm: Die Ilseder Verwaltung hat mehr als eine Million Euro an Fördergeld für den Erhalt des Baudenkmals eingeworben
Kugelwasserturm: Die Ilseder Verwaltung hat mehr als eine Million Euro an Fördergeld für den Erhalt des Baudenkmals eingeworben Quelle: J.Zieling
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Ilsede

Der Kugelwasserturm ist seit längerem marode, ein Gutachter attestierte dem Baudenkmal bereits vor drei Jahren, nicht mehr standsicher zu sein.

Der Landkreis Peine ließ daraufhin kurzerhand einen Zaun um den Turm ziehen, um Spaziergänger vor möglicherweise herabstürzenden Teilen zu schützen. Als Baudenkmal durfte der Kugelwasserturm aber auch nicht einfach abgerissen werden, stattdessen stand und steht die Gemeinde Ilsede in der gesetzlichen Pflicht, den Turm zu erhalten.

Sanierung oder Abriss – bislang ein Hin und Her

Die geschätzten Kosten für eine Sanierung beliefen sich allerdings auf 1,4 Millionen Euro – eine Summe, die man nicht für den Erhalt ausgeben wollte.

„Aufgrund der Höhe der Sanierungskosten sollte ein Abrissantrag gestellt werden, aber die Denkmalbehörde wollte dem nicht zustimmen“, schildert Michael Take, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters auf PAZ-Anfrage. „Die einzige Lösung wäre gewesen, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde infrage zu stellen.“

Doch diese Option gilt nun nicht mehr, denn nach Einwerben von Fördergeldern von über 1,1 Millionen Euro beläuft sich der Eigenanteil der Gemeinde nur noch auf rund 231 000 Euro.

Damit komme man nun nicht mehr um eine Sanierung herum, „obwohl es eine Menge Geld kostet“, so Take.

Der Kugelwasserturm auf einer historischen Ansicht des Ilseder Hüttengeländes (er befindet sich direkt rechts neben dem linken Schornstein). Quelle: Archiv

So soll die Sanierung ablaufen

Die Sanierung soll laut Verwaltungsvorlage in zwei Schritten erfolgen. Noch in diesem Jahr sollen Kugel sowie Beton im Untergeschoss saniert werden. Kostenpunkt: rund 662 000 Euro. Traggerüst und Stuhltreppen sollen dann 2019 folgen. Hier betragen die Kosten rund 795 000 Euro.

Gleichzeitig schlägt die Verwaltung vor, den Eigenanteil der Gemeinde auf rund 311 000 Euro zu deckeln, um eventuellen Ausfällen an Fördergeldern vorzugreifen. Im Gemeinderat diskutiert wird das Thema am Donnerstag, 21. Juni, ab 18.30 Uhr im Ilseder Rathaussaal. Vorab beschäftigt sich bereits der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss am Dienstag, 19. Juni, mit der Sanierung des Turms.

Von Mirja Polreich