Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Ilsede Kämpfe, Katzen, Küchengeflüster – Mittelalterlager auf Burg Steinbrück
Kreis Peine Ilsede Kämpfe, Katzen, Küchengeflüster – Mittelalterlager auf Burg Steinbrück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:57 12.10.2019
Reise in die Vergangenheit: "Tag der geschlossenen Tür" der Burg Steinbrück. Quelle: Nicole Laskowski
Steinbrück

Rund um die Burg Steinbrück haben Ritter, Bauern, Küchenmägde und Wikinger ihre Zelte aufgeschlagen und zeigen einen Eindruck vom Leben in früheren Zeiten. Unter dem Motto „Tag der verschlossenen“ Tür gibt es auch Führungen, in denen die Geschichte der Burg sowie Erinnerungen und Begebenheiten thematisiert werden. Auch am Sonntag findet des Spektakel statt.

Burg einst hart umkämpft

Eingeladen haben Gundalf der Bauer und seine Kumpanen von der Mittelaltergruppe „Gens Agricola“. Viele Mittelalter-Begeisterte folgten bereits am Samstag der Einladung und genossen das historische Ambiente rund um die Burg. Sie gehörte einst zu den am härtesten umkämpften Gebäuden der Region. Die hinter der Burg verlaufende Fuhse war früher die Grenze zwischen Hildesheim und Braunschweig, die B1 die Heerstraße. Bald schon wurde aus der Furt ein Handelsplatz, die Holzbrücke wurde durch eine Steinbrücke ersetzt – so kam der Ort zu seinem Namen.

„Tag der geschlossenen Tür“ auf Burg Steinbrück

Burg gehört auch mal den Franzosen

Der Bau der Burg begann bereits 1370. Später wurde sie zur Festung umgebaut, war aber bereits im 15. Jahrhundert sehr heruntergewirtschaftet. 1660 wurde die Burg zum landwirtschaftlichen Betrieb. Viele Besitzerwechsel vollzogen sich. So gehörte die Burg unter anderen den Franzosen, den Preußen, den Westfalen, Hannover, der katholischen und der evangelischen Kirche, dem Hildesheimer Bürgermeister, der Klosterkammer, den Hermann-Göring-Werken und schließlich Privatleuten.

Förderverein kümmert sich um Außenanlage und Burg

Da das Inventar weitgehend verheizt wurde, steht heute nur noch eine Hülle. Seit 1990 kümmert sich ein Förderverein um den Erhalt der Außenanlagen und organisiert Führungen. „Uns gefällt es sehr gut hier. Die Burg ist toll und das Lager ist rein privat ohne Verkaufsstände. Man fühlt sich hier sehr wohl“, bekräftigen Ronja und Thomas Möller aus Bethel, die auf fünf bis sechs Märkten und Lagern jährlich unterwegs sind, zumeist mit einer großen Gruppe weiterer Wikinger, die dem Mittelalter-Hobby frönen.

Auch einige Tiere gibt es im Lager zu bestaunen. So toben drei fröhliche Frettchen durch die Wiesen und diverse Hunde bewachen Zelte und Feuerstellen. Mit das beliebteste Fotomotiv ist aber ohne Frage Norwegerkater Haakon, der das bunte Treiben entspannt von seinem Liegefell aus betrachtet.

Beliebtes Fotomotiv: Norwegerkater Haakon, der das bunte Treiben entspannt von seinem Liegefell aus beobchtet. Quelle: Nicole Laskowski

Viele Stände mit musizierenden, nähenden und kochenden Mittelalter-Fans

„Ich habe das Mittelalter schon sehr viele Jahre als Hobby und bin seit 2009 mit einem Stand bei Märkten vertreten. Vieles fertige ich aus Schafwolle, mache aber auch gerne Upcycling und gestalte aus Dingen, die man sonst wegwerfen würde, Neues wie zum Beispiel Bienenwachstücher aus Stoffresten als Ersatz für Frischhaltefolie“, berichtet Roswitha Schrader aus Arpke. Neben den beschaulichen Ständen mit musizierenden, nähenden und kochenden Mittelalter-Fans gibt es aber auch wilde Kämpfe zu bestaunen. Mit Schwert und Schild bewaffnet gehen die Ritter unter Trommelschlägen aufeinander los. Sorgen muss man sich als Besucher aber nicht machen. Die Kämpfe verlaufen alle sportlich-fair.

Von Nicole Laskowski

In Bülten und in Münstedt gelangten Unbekannte in der Nacht zu Samstag in Einfamilienhäuser. Die Polizei ist auf der Suche nach Anwohnern, die Beobachtungen gemacht haben.

12.10.2019

Der „Odinshain“ in Adenstedt ist als Waldgasthaus mit guter Küche bekannt. Sein Betreiber Michael Hartwig hat jedoch einen direkten Draht zu einem Dreisternekoch, den er in Kürze zum Glühen bringt: Sein Sohn Jan ist der Chef des „Atelier“ in München – demnächst wirkt er auch in Adenstedt.

12.10.2019

Am späten Freitagabend kam ein 25-jähriger Fahrer aus bislang ungeklärter Ursache zwischen Gadenstedt und Groß Lafferde von der Fahrbahn ab. Der Unfallfahrer konnte das Fahrzeug selbständig verlassen.

11.10.2019