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Ilsede Jazz in der Umformerstation
Kreis Peine Ilsede Jazz in der Umformerstation
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00:18 02.06.2019
Die „Brägenwoost Bratters“ spielten auf dem Hüttengelände. Quelle: Ulrich Jaschek
Gross Ilsede

Er ist zwar längst im besonders fortgeschrittenen Rentenalter, aber noch längst kein Pflegefall: Der Jazz aus Anfang und Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Am Himmelfahrtstag erklang er mit den „Brägenwoost Bratters“ in der 1918 erbauten Umformerstation auf dem Gelände der ehemaligen Ilseder Hütte so froh und munter, als befinde er sich gerade in seiner Blütezeit und der Veranstaltungsort mitten in New Orleans.

Und so hatte sich das vor 50 und mehr Jahren zur Jugend zählende jazzhungrige Publikum, der Himmelfahrtstradition folgend überwiegend mit (Elektro-) Fahrrädern, zum Veranstaltungsort begeben, um verzückt jenen Klängen zu frönen, die heute oft nur noch ein Nischendasein fristen.

Förderverein hatte eingeladen

Ein Publikumserfolg war die Veranstaltung für den „Förderverein Haus der Geschichte der Ilseder Hütte“. „Wir wollen in den Besuchern ein Stück Erinnerung an Ilseder Industriekultur und Geschichte nicht nur wachzuhalten, sondern ihnen auch etwas zum Anfassen zu bieten“, erklärt Gründungsmitglied Hermann Maurer, der 1965 seine berufliche Karriere „auf der Hütte“ als Ingenieur für Mess- und Regeltechnik begann.

Seit mehr als 35 Jahren musizieren inzwischen Peines Vorzeigejazzer. Beschwingt und einfach passig klingt alles, unverkrampft und herzlich, wenn auch der historische Charme der vor mehr als 70 bis 100 Jahren entstandenen Jazz-Nummern durch die elektronische Verstärkung, die extreme Lautstärke und den Einsatz von E-Bass und E-Gitarren verblasst.

Musik trifft mitten ins Herz

rotzdem: die „Brägenwoostler“ plündern mit Verve und Spiellust die Himmelfahrts-Jazzkiste, reißen mit und treffen ihr Publikum mit dem Bass im Bauch und der Musik mitten ins Herz. Wegen der übersteuerten Moderation sind zwar die Ansagen kaum zu verstehen – aber egal, die Musik geht ins Ohr und bleibt im Kopf.

Die „Instinktmusiker“, wie sie ein Kritiker einst beschrieb, beherrschen wie schlafwandlerisch die in den Jahrzehnten gewachsene Kunst, mit dem guten alten Oldtime-Jazz das Publikum aus der Reserve zu locken und mit Improvisationslust, akustischen Blitzen, flotten Läufen und echten Krachern besonders auch an jene Zeiten zu erinnern, in denen Ilsedes Hüttenherz noch den gesellschaftlichen Rhythmus vorgab.

Von Ulrich Jaschek

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