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Ilsede Extremsommer sorgt für Futtermittelmangel bei Landwirten
Kreis Peine Ilsede Extremsommer sorgt für Futtermittelmangel bei Landwirten
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00:22 10.05.2019
Durch ein aufwendiges Ernteverfahren wird das Futtergras zunächst zu Rundballen gepresst und luftdicht in Kunststoff-Folien gewickelt. Quelle: Ulrich Jaschek
Oberg

Der außergewöhnlich heiße und extrem trockene Sommer des vergangenen Jahres ist auch den Landwirten im Peiner Land noch in sehr unangenehmer Erinnerung – besonders, weil seine Auswirkungen noch bis heute zu spüren sind. Horst-Karl Guenther-Luebbers vom Rittergut Oberg beispielsweise spürt die Futtermittelknappheit für seine Rinder täglich.

Die Ernte im Frühsommer des vergangenen Jahres sei wegen des ausgebliebenen Regens extrem gering ausgefallen.

Sein Betrieb habe deswegen im vergangenen September Futtergras angebaut und bereits im November einmal geerntet, um den wegen der Trockenheit extrem abgesunkenen Futtermittelbestand für sein Vieh aufzufüllen. Man habe danach die Grasnabe nicht wie üblich umgebrochen, damit im Frühjahr nochmals Futter für die Kühe geerntet werden kann. Erfreulich sei dafür der milde Winter gewesen, denn bei starkem Frost wären die Pflanzen erfroren.

Am 1. Mai habe die zweite Ernte stattgefunden und sei sofort wie üblich verarbeitet worden, um dem nach wie vor bestehenden Futtermangel zu begegnen. Dazu wird das Futtergras abgemäht, gewendet, mit speziellen Maschinen zu Rundballen gewickelt und in vier Lagen spezieller Stretch-Kunststoff-Folie luftdicht verpackt.

„Damit erreicht man die Milchsäure-Gärung des Futtermittels“, erklärt Jochen Etzold von der Firma New Tec Vertriebsgesellschaft für Agrartechnik aus Peine. Nach etwa vier bis sechs Wochen sei dann der Gärprozess abgeschlossen und die Futterversorgung der Tiere damit zunächst gesichert. Den Gärprozess müsse sich der landwirtschaftliche Laie ähnlich wie die Erzeugung von Sauerkraut vorstellen, erklärt Guenther-Luebbers.

Würde der Gärprozess beispielsweise durch Sauerstoffberührung unterbrochen und bliebe dieses unglücklicher Weise unbemerkt, würde das Futter verschimmeln und die Tiere vergiften, was auch zum Tod führen kann. Deswegen legt Guenther-Luebbers großen Wert auf regelmäßige Kontrolle der Ballen durch geschulte Mitarbeiter seines Betriebes.

Vom Ertrag der 15 Hektar großen Ackerfläche habe man am 1. Mai 220 Ballen gewonnen, erforderlich für das Rittergut seien allerdings etwa 700. Täglich benötigt der Tierbestand auf dem Rittergut etwa zwei Ballen.

Für dieses Jahr hofft Guenther-Lübbers wie wohl all seine Kollegen auf ausreichend Regen.

Von Ulrich Jaschek

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