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Ilsede Hund in Adenstedter Wald angegriffen
Kreis Peine Ilsede Hund in Adenstedter Wald angegriffen
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23:00 21.04.2015
Die Hundehalterin.
Adenstedt

Entdeckt hatte das Tier eine Hundebesitzerin aus Adenstedt. Am Sonntagmorgen war sie mit ihrem Husky im Odinshain unterwegs, als sie mit ihrem Hund im Gehölz abseits der Gehwege auf den mutmaßlichen Wolf stieß. „Plötzlich stand er vor uns und gab direkt eine Drohgebärde von sich“, schildert die Adenstedterin, die im Ausland bereits Wölfe in freier Wildbahn gesehen hat. Da ihr Hund noch nicht ausgewachsen sei, habe er die Drohung des Tieres als eine Aufforderung zum Spielen gesehen. Er schob seinen Kopf nach vorn, der Wolf biss zu. „Mein Hund wehrte sich, aber das machte dem Tier überhaupt nichts aus“, sagt sie noch immer geschockt. „Ich bekam Panik und versuchte das Tier zu treten, dann liefen wir so schnell es geht weg.“ Der mutmaßliche Wolf sei „eisern“ stehengeblieben. Sofort meldete die Frau den Vorfall der Polizei, Jäger und Wolfsexperten machten sich auf die Suche im Wald. „Vor Ort sagte man mir, dass einige Spuren gefunden wurden. Sie aber für einen Nachweis noch nicht ausreichen würden“, schildert die Hundehalterin, die Angst hatte, dass man sie für „verrückt“ erklären würde.

„Der Vorfall wurde uns gemeldet“, bestätigt Peines Polizei-Sprecher Peter Rathai. „Ich habe Kenntnis darüber, dass es so etwas in Adenstedt gegeben haben soll.“ Dementsprechend wurde der Fall dem Fachdienst Umwelt des Landkreises Peine übergeben, der sofort alle notwendigen Schritte eingeleitet hat.

Ein Wolfsberater des Landkreises verschaffte sich vor Ort einen Überblick und untersuchte die Wunde des angegriffenen Hundes. Am Abend striften Jäger durch das Gebiet. „Zwei Abdrücke im Wald konnten die Experten nicht zuordnen. Sie sagten, sie gehörten weder zu einem Hund noch zu Wild“, so die Hundehalterin. „Man legte mir nahe, dass ich das fragliche Gebiet mit meinem Hund meiden soll, da das Tier nun unsere Witterung habe.“ Sie selbst glaube nicht, dass ein Wolf von Natur aus böse ist. „Ich hatte das Gefühl, wir haben ihn irgendwie gestört“, sagt sie. „Er wollte nur sein Revier verteidigen.“

Ob es sich tatsächlich um einen Wolf oder auch einen Wolfshund gehandelt hat, vermag das Amt nicht bestätigen. „Es muss kein Wolf gewesen sein“, sagt Meyer. „Die Spurensuche hat das nicht bestätigen können.“ Dennoch nehme man solche Hinweise sehr ernst und geht ihnen nach - zum Schutz von Mensch, Tier und Wolf.

ju

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