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Ilsede HWG ist gegen angedachten Grundschulstandort
Kreis Peine Ilsede HWG ist gegen angedachten Grundschulstandort
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22:19 12.04.2018
Etliche Bürger waren zur Ortsratssitzung in Gadenstedt gekommen. Quelle: Annemieke Ehlers
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Gadenstedt

 Gisela Janßen äußerte die Skepsis des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins (HWG) gegen den angedachten Standort der Schule an der Feldstraße in Gadenstedt. Die Straßen seien für den Busverkehr nicht ausreichend ausgebaut, die Anlieger wollen die Ausbaukosten nicht tragen.

Hans-Joachim Föste, Vertreter der Gemeinde, erklärte, dass die Belastung der Straße durch Müllfahrzeuge mit dem Busverkehr vergleichbar sei. Zudem solle eine Wendeschleife für Busse installiert werden, so dass nur die Feldstraße betroffen wäre.

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Das Standort-Screening sei unzureichend, die veröffentlichten Zahlen zu vage, die Beschlussvorlage insgesamt mangelhaft und das Zeitfenster bis zur endgültigen Abstimmung zu knapp, waren weitere Kritikpunkte. Es wurde vermutet, dass die Kosten für den Erhalt der alten Schulen auf Dauer geringer seien als ein Neubau. Zudem gab es Bedenken bezüglich der Einhaltung des Kostenplans.

Föste argumentierte, dass der Neubau zeitgemäßer, heller und in Bezug auf die pädagogischen Möglichkeiten sinnvoller sei. Von der Einhaltung des Kostenplans könne mit geringer Abweichung ausgegangen werden.

Die Diskussion war hitzig, die Stimmung insgesamt emotional. „Die Argumente mögen alle geprüft sein, doch wer denkt an die Kinder?“, hieß es unter anderem. Befürchtet wird eine schlechtere pädagogische Qualität, wenn die Klassen zu groß und aus dem Ortsverband herausgelöst werden.

Die Ergebnisse aus den drei Ortsräten

So stimmten die drei Ortsräte ab: In Groß Lafferde votierten alle neun Ortsratsmitglieder gegen den Neubau. In Adenstedt  sprachen sich die beiden anwesenden SPD-Mitglieder für den Neubau aus, CDU und IGA dagegen. Und in Gadenstedt stimmten drei Vertreter der CDU gegen einen Neubau, die anderen fünf Ortsratsmitglieder (eines fehlte entschuldigt) begrüßen den Vorschlag der Verwaltung.

Von Annemieke Ehlers und Kerstin Wosnitza