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Ilsede Grünen-Ortsverband Fuhsetal: „Mehr Natur wagen“
Kreis Peine Ilsede Grünen-Ortsverband Fuhsetal: „Mehr Natur wagen“
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06:01 26.03.2018
Die Grünen hoffen, dass das Thema Artenschutz mehr in den Fokus rückt, damit Nahrungsketten, zum Beispiel im Fuhsetal, nicht zusammenbrechen.
Die Grünen hoffen, dass das Thema Artenschutz mehr in den Fokus rückt, damit Nahrungsketten, zum Beispiel im Fuhsetal, nicht zusammenbrechen. Quelle: privat
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 Erfolge beim Artenschutz wie etwa beim Weißstorch, Biber oder beim Kranich, deren Bestände zugenommen haben, zeigten, dass sich ein negativer Trend auch stoppen und umkehren lasse, wenn man rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreife.

„Wir Grüne fordern, mehr Natur zu wagen: mit einer Förderung des ökologischen Landbaus und einer nachhaltigen Bewirtschaftung sowie mit dem Anlegen von mehr Blühstreifen, Hecken und Streuobstwiesen“, sagt Plätzer.

 Die Grünen verweisen dabei auf die Untersuchung von Insektenforschern, die an rund 90 Standorten einen Rückgang der Insekten um durchschnittlich 75 Prozent in den letzten 27 Jahren festgestellt haben. „Damit drohen ganze Nahrungsketten in der Natur zusammenzubrechen“, so Plätzer. „Das hat dramatische Folgen auch für die Vogelwelt. Insgesamt verlieren wir in Deutschland im Moment jedes Jahr eine Million Vogel-Brutpaare, weil ihnen die Nahrungsgrundlage fehlt. Hauptverursacher ist die Landwirtschaft.“

Spätestens seit den 1960er Jahren sei europaweit eine grundlegend falsche Agrarpolitik zu Lasten der Natur, aber auch der bäuerlichen Familienbetriebe gemacht worden, betonen die Grünen. „Statt Masse zu subventionieren und pauschale Flächenprämien an Landbesitzer zu zahlen, müssen wir konkrete Leistungen der Bauern für den Natur- und Artenschutz honorieren“, fordert Plätzer. „Das Geld ist im Landwirtschaftshaushalt da, wir müssen es nur anders einsetzen.“ Außerdem seien Bund und Land aufgefordert, sich für ein Verbot von Glyphosat und besonders schädlichen Insektenvernichtungsmitteln wie die Neonikotinoide einzusetzen.

Der Ortsverband der Grünen appelliert auch an private Grundstückbesitzer, auf ihren Grundstücken „mehr Natur zuzulassen“. Eine Wiese mit heimischen Wildblumen etwa biete Insekten Nahrung. Wichtig seien spät blühende Arten, um den Insekten im späteren Sommer noch Nahrung zu bieten, damit sie über den Winter kommen.

„Hier empfehlen sich Wiesenblumenmischungen. Die Flächen sollten erst sehr spät gemäht werden. Auch spät blühende heimische Straucharten, wie Hartriegel oder Brombeere, bieten heimischen Insekten Nahrung“, so Plätzer.

Von Dennis Nobbe

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