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Ilsede Alte Bergbau-Lore hat neuen Platz in Adenstedt bekommen
Kreis Peine Ilsede Alte Bergbau-Lore hat neuen Platz in Adenstedt bekommen
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20:00 15.05.2019
Die Mitglieder der IGA mit der hergerichteten Lore. Quelle: privat
Adenstedt

Zum Ende des Eisenerz-Tagebaus in Adenstedt im Jahr 1916 wurden seitens der Ilseder Hütte der Ortschaft zwei Eisenerzloren zum Geschenk gemacht. Eine davon wurde an der Sport- und Freizeitanlage aufgestellt, während die zweite ihr Dasein weitgehend unbeachtet im Gebiet des Auflandeteichs fristete und mit Büschen und Sträuchern zuwuchs. Die Interessengemeinschaft Adenstedt (IGA) setzte sich das Ziel, diese Lore, ähnlich wie in den Ortschaften Bülten und Groß Bülten, ins Dorf zu holen, sie zu restaurieren und ihr nach der Fertigstellung an der Großen Straße einen würdigen Platz zu geben.

Mit viel Herzblut, großem Zeitaufwand und dem Einsatz erheblicher Eigenmittel wurde die Lore gewaschen, entrostet, einem Sandstrahlverfahren unterzogen und mit einem neuen Anstrich versehen. Schließlich war für die Lore der große Tag gekommen und sie wurde auf einem eigens für sie gebauten Podest an der Kreuzung Knippelkuhle und Große Straße aufgestellt.

Standort ist alte Grenze des Tagebaus

Genau an diesem Ort befand sich einst die Grenze des Tagebaus, der in Richtung Norden und Westen in ein etwa 30 Meter tiefes Abraumgebiet mündete und dem neben 40 Wohnhäusern und Gehöften auch die Schule und die Kirche zum Opfer fielen. Sogar der Friedhof wurde umgebettet, um an das besonders wertvolle manganhaltige Eisenerz zu gelangen.

Die neue Schule – die jetzige Grundschule – wurde 1908 eingeweiht, die heutige St.-Briccius-Kirche wurde 1923 geweiht, beides finanziert von der Ilseder Hütte. Viele Arbeitssuchende kamen damals nach Adenstedt und in die Umgebung, um hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Arbeit im Eisenerzbergbau war schwer, mussten doch die Hauer mit der Spitzhacke die Eisenerzstücke, die sogenannten „Gnippel“, aus der Wand geschlagen werden, um dann mit Schaufeln die Loren zu befüllen – und das für einen Lohn von einem Taler für eine Zwölf-Stunden-Schicht.

Aber auch die Gemeinde profitierte, denn die Ilseder Hütte kam der Forderung der Adenstedter nach und zahlte jährlich „solange ein Schornstein der Hütte raucht“ den Betrag von 800 Talern Kurant (heute rund 75 000 Euro).

Patenschaft für Lore beantragt

Um die Erinnerung an nachfolgende Generationen weiterzugeben, hat die IGA die alte Lore ins Dorf zurückgeholt. Die IGA beantragte beim Ortsrat, dem die weitere Gestaltung obliegt, eine Pflegepatenschaft für die Lore.

Von Dennis Nobbe

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