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Ilsede Langjähriger „Multifunktionär“ Kurt Gilgen wird 80
Kreis Peine Ilsede Langjähriger „Multifunktionär“ Kurt Gilgen wird 80
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06:00 11.05.2019
Vor zehn Jahren gab Kurt Gilgen (r.) den Vorsitz des Kreissporbundes an Wilhelm Laaf ab. Seither ist er Ehrenvorsitzender. Quelle: privat
Gross Lafferde

Zu den ganz besonders rührigen Menschen im Landkreis Peine zählt Kurt Gilgen, der am 11. Mai 80 Jahre alt wird. Gleich in mehreren Bereichen hat sich Gilgen in besonderer Weise ehrenamtlich hervorgetan hat: Er hat sich im Sport ebenso einen Namen gemacht wie in der Kommunalpolitik, bei der Kirche und in der Kultur. Und auch beruflich hat er einiges vorzuweisen: Er hat es bis zum Kreisoberamtsrat gebracht und mehrere Ämter geleitet.

Zahlreiche Auszeichnungen

„Mir hat es einfach immer viel Spaß gemacht, zu gestalten und etwas zu bewegen“, sagt der Groß Lafferder im Gespräch mit der PAZ. Mit Blick auf die lange tabellarische Übersicht seiner Tätigkeiten kann man kaum glauben, dass das alles in ein einziges Leben passt. Das haben andere auch so gesehen: Zahlreiche Auszeichnungen belohnen sein Engagement. Die höchste: 1995 wurde Gilgen mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Viele kennen Gilgen, der in den 1960er Jahren zu den besten Fußballern im Kreis gehörte und dem man die 80 Lebensjahre nicht ansieht, als langjähriges Gesicht des Kreissportbundes, für den er von 1971 bis 2009 in verantwortlichen Positionen tätig war und dessen Ehrenvorsitzender er inzwischen ist.

Ehrenvorsitzender von Teutonia

Leuchtende Augen bekommt er, wenn er von „seinen Frauen“ erzählt, mit denen er einst den Damenfußball für seinen Heimatverein SV Teutonia Groß Lafferde aus der Taufe gehoben hat: „Im ersten Jahr haben wir so manche Partie zweistellig verloren. Aber dann hat sich nach und nach der Erfolg eingestellt. Das hat richtig Spaß gemacht!“ Für die Teutonia hat er von 1965 bis 2004 Vorstandsposten übernommen, inzwischen ist er auch hier Ehrenvorsitzender.

Fast drängt sich der Eindruck auf, dass Gilgen Groß Lafferde über Jahrzehnte sozusagen im Alleingang gemanaget hat: Der Sozialdemokrat war im von 1972 bis 1981 Ortsbürgermeister von Groß Lafferde. Zeitgleich hat er begonnen, sich im Kirchenvorstand zu engagieren, und quasi nebenbei 1978 noch die Kulturtage Groß Lafferde mitbegründet, für die er noch immer tätig ist. „Aber natürlich ging das nicht ohne viele verlässliche Mitstreiter“, gibt Gilgen zu bedenken.

Karriere beim Landkreis

Und auch die berufliche Laufbahn kann sich sehen lassen. „Ich wäre gern aufs Gymnasium gegangen. Damals war das aber noch mit Schulgeld und Fahrtkosten verbunden, so dass meine Eltern mir das nicht ermöglichen konnten“, sagt er. 1956 begann Gilgen eine Lehre beim Landkreis Peine – eine gute Entscheidung, denn dort bekam er dank Begabung, Fleiß und Ehrgeiz die Chance, Karriere zu machen. „Ich habe in allen Bereichen irgendwann mal gearbeitet, bis auf das Bauamt. Davon habe ich bis heute keine Ahnung“, sagt er mit seinem typischen, etwas verschmitzten Lächeln.

Unterstützung durch Ehefrau

„Unendlich dankbar“ ist Gilgen seiner Frau Kerstin, mit der er seit 1962 verheiratet ist. „Sie hat sich größtenteils um die Erziehung unserer beiden Kinder gekümmert. Ich bin ja sehr oft von der Arbeit nach Hause gekommen und musste gleich wieder los“, blickt der Familienvater zurück. Sehr glücklich ist er darüber, dass Sohn und Tochter mit ihren Familien in Groß Lafferde leben und so ein enger Kontakt möglich ist.

Als „Multifunktionär“ hat die PAZ Gilgen in einem Bericht zu seinem 60. Geburtstag bezeichnet. Eine treffendere Bezeichnung gibt es wohl nicht.

Von Kerstin Wosnitza

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