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Ilsede Groß Ilseder Schüler demonstrieren für ihren Schulsozialarbeiter
Kreis Peine Ilsede Groß Ilseder Schüler demonstrieren für ihren Schulsozialarbeiter
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21:33 12.11.2019
„Dirk muss bleiben“, fordern die Ilseder Schüler. Quelle: Jan Tiemann
Groß Ilsede

Dirk bleibt hier!“ Lautstark haben am Dienstag Schüler der Grund- und Hauptschule Ilsede auf dem Schulhof protestiert. Sie haben erfahren, dass ihrem Schulsozialarbeiter Dirk Grune gekündigt worden sein soll. Auslöser ist ein Schüler-Video, dass baustellenartige Zustände in der Schule zeigt und auf „Youtube“ veröffentlicht wurde. Dort ist auch Grune kurz zu sehen.

Schulleitung und Kollegium wurden von der Aktion offenbar überrascht. Initiator ist der 15-jährige Schüler Darren Niestrat. „Denkt daran, was Dirk für uns getan hat“, rief der Jugendliche seinen Mitschülern zu. „Jetzt ist es an der Zeit, ihm etwas zurückzugeben, jetzt braucht er unsere Unterstützung und Willenskraft. Wir werden ihn nicht gehen lassen.“

Schulsozialarbeiter ist sehr beliebt

Der Schulsozialarbeiter ist sehr beliebt bei den Schülern. „Er kümmert sich um die Schüler und ist ihr bester Freund“, sagt Niestrat. Schülersprecherin Marian Ohrdorf (16) ergänzt: „Er ist das Herz der Schule, seit 2004, und versteht uns Schüler oftmals besser, als wir uns selbst.“

Die Jugendlichen demonstrieren: Sie wollen ihren Schulsozialarbeiter Dirk Grune behalten.

Auch der Schulelternrat sei von der Nachricht schockiert gewesen und stehe hinter Grune, berichtet Birgit Niestrat. Die Mutter von Darren ist auch zweite Vorsitzende des Schulelternrats. Grune habe ganze Schülergenerationen begleitet und sei „Sozialpädagoge mit Leib und Seele“.

Schülerproteste im Video:

Vertrauliche Personalangelegenheit

Die PAZ hat bei der Landesschulbehörde nachgefragt: In allen Fällen, in denen die niedersächsische Landesschulbehörde Kenntnis über ein etwaiges Fehlverhalten von Landesbediensteten in ihrem Zuständigkeitsbereich erlange, prüfe sie, ob eine arbeits- beziehungsweise personalrechtlich relevante Pflichtverletzung vorliegt, erklärte Andreas Herbig, Sprecher der Behörde. Und weiter: „Hierbei handelt es sich um vertrauliche Personalangelegenheiten, so dass keine näheren Auskünfte erteilt werden können.“

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Viel Aufregung um Schüler-Video

Ein Video aus der Grund- und Hauptschule Groß Ilsede hat für mächtig Wirbel gesorgt: Darin zeigen zwei Schüler unschöne Bilder vom Inneren. Nicht verputzte Wände im Eingangsbereich und in den Gängen der unteren Etage sind zu sehen. Auch fehlt an einigen Stellen die Deckenverkleidung, so dass Kabel und Rohre offen liegen. Einige Bereiche gleichen demnach einer Baustelle. Das Video wurde auf der auf der Internet-Videoplattform „YouTube“ veröffentlicht.

Groß Ilsedes Ortsbürgermeisterin Ilse Schulz hat die Zustände auf Nachfrage der PAZ bestätigt. „Hier besteht großer Handlungsbedarf“, betonte sie. Die Raumsituation sei sehr unbefriedigend, das gelte für das gesamte Schulzentrum.

„Im gesamten Schulzentrum Ilsede findet seit mehreren Jahren eine flächendeckende Brandschutzsanierung statt. Zusätzlich werden weitere altersbedingte Defizite abgestellt. Nahezu die gesamte Elektro-Installation wird erneuert, das EDV-Netz angepasst, Heizungsverteilertrassen erneuert und vieles mehr“, erklärte Landkreissprecher Fabian Laaß.

um auf die Belange der Schulen Rücksicht zu nehmen, würden die Arbeiten möglichst in der unterrichtsfreien Zeit erfolgen. Der Bereich der Grund und Hauptschule befinde sich zudem im ältesten Gebäudetrakt aus dem Jahre 1908. „Hier sind die Anpassungen an die aktuell geltenden Vorschriften umfangreicher, zumal das Gebäude zusätzlich unter Denkmalschutz steht“, so Laaß.

Kenntnis von dem Video hatte auch die Landesschulbehörde. Diese ist zwar nicht für die Bauproblematik zuständig, wohl aber dafür, welche Konsequenzen sich aus der Veröffentlichung der Aufnahmen aus dem Inneren der Schule ergeben könnten. Dafür sei eventuell eine Genehmigung nötig gewesen.

Von Jan Tiemann

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