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Ilsede Gleichstellungsbeauftragte ruft Frauenstammtisch ins Leben
Kreis Peine Ilsede Gleichstellungsbeauftragte ruft Frauenstammtisch ins Leben
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16:51 24.03.2019
Wie viel Gleichberechtigung braucht die Gemeinde? Quelle: Symbolbild
Ilsede

Seit der Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren ist zwar in Sachen Gleichberechtigung schon eine Menge passiert, doch abgeschlossen ist der Prozess noch lange nicht. Um ihn in der Gemeinde Ilsede weiter voran zu bringen, hat Gleichstellungsbeauftragte Julia Kögler einen Frauenstammtisch ins Leben gerufen.

Alle Frauen können mitmachen

„Angesprochen fühlen sollen sich alle politisch und sozial interessierten Frauen in der Gemeinde – unabhängig vom politischen, kulturellen oder Bildungshintergrund“, macht Kögler deutlich. Es gehe darum, Frauen unabhängig von bestimmten Parteien ein Forum zu bieten, ihre Ideen und ihren Blickwinkel mitzuteilen und so in die Kommunalpolitik einfließen zu lassen. Dabei mache sie sich keine Illusionen: „Um etwas zu ändern, braucht man Zeit und Durchhaltevermögen!“

Handlungsbedarf auch in Ilsede

Von einer Gleichberechtigung in den politischen Gremien ist man in Deutschland insgesamt noch weit entfernt. Das ist in Ilsede nicht anders: Nur vier der 38 Sitze (10,5 Prozent) sind von Frauen besetzt. Damit ist die weibliche Sicht kaum vertreten. Mögliche Gründe dafür gebe es laut Kögler mehrere. Unter anderem sagen Studien, dass Frauen weniger Interesse an der üblichen institutionalisierten Politik mit einer Parteizugehörigkeit als Voraussetzung für eine politische Karriere haben.

Dass vor Ort Handlungsbedarf ist, sei bei der Veranstaltung zum Weltfrauentag deutlich geworden. Es wurde ein Film zur Einführung des Frauenwahlrechts 1971 in der Schweiz gezeigt, der deutlich machte, dass Frauen nur durch das Wahlrecht die Möglichkeit haben, bei der Abschaffung von Ungerechtigkeiten und der tatsächlichen Umsetzung der Gleichberechtigung mitzuwirken.

Frauen haben viele Kritikpunkte

Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich: Ein Großteil der Haus- und Pflegearbeit lastet immer noch auf Frauenschultern. Kinderbetreuungsangebote sind ausbaufähig. Die Auswahl an Teilzeitstellen im ländlichen Raum im erlernten Beruf ist begrenzt. Berufswahl und lange Elternzeiten wirken sich negativ auf die spätere eigene Altersabsicherung aus.

Vier jährliche Termine geplant

Der Frauenstammtisch findet mindestens viermal im Jahr statt und zwar jeweils in zeitlichem Zusammenhang mit den Sitzungen des Gemeinderats. Zudem sind Zusatztermine bei aktuellen Anlässen geplant. Ein Gründungstreffen gab es im Februar, die weiteren Termine sind: 23. Mai, 22. August und 7. November jeweils um 18.30 Uhr. Darüber hinaus wird es einen weiteren Termin zum Thema „Europawahl – Frauen wählen bunt“ geben. Interessierte können sich an Julia Kögler per EMail j.kögler@ilsede.de oder Telefon (05172) 411 141 wenden.

Von Kerstin Wosnitza

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