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Ilsede Fahrrad der Schwester in Ilsede gestohlen: Frau verurteilt
Kreis Peine Ilsede Fahrrad der Schwester in Ilsede gestohlen: Frau verurteilt
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06:00 07.08.2019
Hier wurde verhandelt: Das Amtsgericht in Peine. Quelle: Archiv
Ilsede

200 Euro Geldstrafe und 250 Euro Wertersatz-Einziehung wegen Diebstahl, so lautet das Urteil gegen eine 32-jährige Angeklagte vor dem Amtsgericht in Peine.

Was war passiert? Am Samstag, 22 April 2017 besuchte die ledige, arbeitsuchende Angeklagte ihre Mutter in deren Wohnung in der Gemeinde Ilsede. Sie wollte um Auszahlung ihres Kindergeldes bitten. Da ihre Mutter nicht zu Hause war, kam es nicht dazu.

War Rad gesichert?

Daraufhin entwendete die 32-jährige das weiße Hollandrad ihrer Schwester im Wert von rund 250 Euro. Ob das auf dem Grundstück abgestellte Fahrrad mit einem Bügelschloss gesichert war, konnte durch das Gericht nicht endgültig geklärt werden. „Dadurch kommt auch ein einfacher Diebstahl in Betracht“, äußerte der leitende Richter.

Tat zugegeben

Die zurzeit wegen anderer Delikte in der Justizvollzugsanstalt Hildesheim untergebrachte Angeklagte wurde zur Prozess-Teilnahme von Justizbeamten vorgeführt. Sie gab in Abstimmung mit ihrem Anwalt die Tat sofort zu und ergänzte: „Ich wurde von meinem damaligen Freund zur Tat angestiftet. Das Fahrrad wollte ich erstmal selbst fahren und dann wieder meiner Schwester zurückgeben.“

Nach der Rückkehr aus Ilsede habe sie das Rad in Braunschweig bei ihrem Ex-Freund an der Terrasse abgestellt. Der ehemalige Freund soll das Fahrrad dann sofort verkauft haben.

Schwester verweigert Aussage

Ihre 31-jährige Schwester verweigerte die Aussage vor Gericht. Ein weiterer Zeuge aus Braunschweig bestätigte, bei dem Fahrradverkauf mit dem Ex-Partner und der Angeklagten dabei gewesen zu sein. Er gab an, dass er ein guter Bekannter gewesen sei. „Die wollten sich Essen von dem Geld kaufen“, ergänzte der Zeuge seine Aussage.

Der Ex-Freund der Angeklagten war trotz fristgerechter Ladung nicht als Zeuge vor Gericht erschienen. Das Gericht verhängte ein Ordnungsgeld von 150 Euro gegen den Zeugen.

Geständnis positiv bewertet

Die Staatsanwältin sah sich in den Anklagepunkten bestätigt und wertete das Geständnis der 32-Jährigen positiv. Sie beantragte in ihrem Plädoyer 90 Tagessätze je 10 Euro und 250 Euro als Werteinziehung für das Fahrrad.

Der Verteidiger stufte das Vergehen als einfachen Diebstahl ein, da nach seiner Auffassung das Fahrrad-Schloss offen war. „Im Zweifel für die Angeklagte“, sagte der Verteidiger abschließend.

Richterin folgte Verteidigung

Der Richter folgte dem Verteidiger in seinem Urteil und verhängte eine Geldstrafe von 200 Euro und 250 Euro als Wertersatz-Einziehung für das gestohlene Fahrrad gegen die Angeklagte. Das relativ milde Urteil wurde durch eine Zusammenfassung der Vorstrafen und damit der Bildung einer Gesamtstrafe möglich. Gegen das Urteil kann innerhalb einer Woche Revision eingelegt werden.

Von Eckhard Bruns

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