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Ilsede Ein Assistent für den Pastor: Kirchengemeinden gehen neue Wege
Kreis Peine Ilsede Ein Assistent für den Pastor: Kirchengemeinden gehen neue Wege
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08:30 25.07.2019
Die St.-Nikolai-Kirche in Groß Ilsede. Quelle: Kerstin Wosnitza
Ilsede

Nach dem Ausscheiden von Pastor Walter Faerber gibt es eine Neuregelung bezüglich der seelsorgerischen Betreuung in Klein und Groß Ilsede: Pastor Carsten Dellert aus Klein Ilsede übernimmt die Gemeinde Groß Ilsede mit und ist dann künftig für beide Gemeinden zuständig. Das klingt einfach und logisch, doch bei den Gemeindemitgliedern gibt es offenbar Sorge, ob die Betreuung in der bisher gewohnten Form auch weiterhin möglich ist. Mehrere diesbezügliche Mails erreichten die Redaktion der PAZ.

Sorge ist unbegründet

„Diese Sorge ist unbegründet“, betonten sowohl Dellert als auch Frank Busse vom Verein zur Unterstützung der Kirchengemeinde St. Nikolai Groß Ilsede im Gespräch mit der PAZ. Es gebe Ideen, wie man den jungen Pastor unterstützen und ihm damit den Rücken frei halten könne, um seinen Aufgaben gerecht zu werden.

Situation war ungewöhnlich

Die Situation in den beiden Gemeinden war vorher ohnehin ein wenig ungewöhnlich: „Bereits in den Jahren um die Jahrtausendwende haben sich die Kirchengemeinden in Groß und Klein Ilsede im Umgang mit knappen landeskirchlichen Personalmitteln ausgesprochen kreativ gezeigt“, sagt Dellert.

Schon seit dieser Zeit gibt es offiziell jeweils „nur“ eine halbe Stelle. In beiden Gemeinden wurde eine Eigenfinanzierung jeweils einer Viertel-Pfarrstelle initiiert. „In jenen Zeiten erwiesen sich beide Modelle als zukunftsweisend und innovativ. Sie galten landeskirchenweit als Vorzeigeprojekte“, erklärt der Pastor, der zudem eine Viertelstelle als Religions-Lehrer am Ratsgymnasium inne hatte.

Modell hat 20 Jahre funktioniert

Das Modell hat 20 Jahre funktioniert, doch inzwischen hat sich viel geändert. „Viele Pfarrstellen können in den kommenden Jahren nicht wiederbesetzt werden, weil es am theologischen Nachwuchs mangelt“, macht Dellert deutlich. „Halbe“ Stellen seien nur sehr schwer zu besetzen und werden häufig gar nicht ausgeschrieben. Da lag die Zusammenfassung der bisher zwei halben Stellen zu einer ganzen auf der Hand. Die Gemeinden sind seit 2015 über die Entwicklung informiert und hatten somit Zeit, sich damit auseinanderzusetzen.

Pfarramt mit Oberg und Münstedt

Mit den Kirchengemeinden Oberg und Münstedt, für die Pastorin Marion Schmager zuständig ist, wurde ein gemeinsames Pfarramt gebildet, um in der Zusammenarbeit neue Wege zu gehen und die gegenseitige Vertretung sicherstellen zu können. Die Gemeinden bleiben dennoch eigenständig.

Wieder innovative Idee

Und wieder haben die Gemeinden eine innovative Idee entwickelt: Es soll eine Assistenzstelle für den in Zukunft gemeinsamen Pastor eingerichtet werden. „So soll er zum Beispiel von administrativen Aufgaben entlastet werden und Zeit haben, um in seinem eigentlichen Aufgabenbereich als Theologe und Seelsorger zu arbeiten“, erklärt Busse die Idee dahinter.

Für diese Assistenzstelle erbitten die Kirchengemeinden Spenden, damit die Gemeindearbeit in ähnlichem Umfang wie bisher aufrecht erhalten werden kann. Zudem wird Dellert künftig nicht mehr im Schuldienst tätig sein.

Von Kerstin Wosnitza

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