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Ilsede Ein „Albrecht-Dürer-Schwein“ lebt in Groß Lafferde
Kreis Peine Ilsede Ein „Albrecht-Dürer-Schwein“ lebt in Groß Lafferde
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00:20 19.05.2019
Edith Hiller mit Schwein "Rosi". Quelle: Dennis Nobbe
Groß Lafferde

Ein ganz besonderes Haustier hat Edith Hiller aus Groß Lafferde: Rosi ist die Rückzüchtung eines mittelalterlichen Hausschweins. Diese auch als „Albrecht-Dürer-Schweine“ bekannten Tiere sind nicht nur in Deutschland eine ziemliche Seltenheit.

Mittlerweile ist Rosi 13 Jahre alt und lebt schon fast genau so lange in Groß Lafferde. „Sie kam zu uns, als sie noch ganz klein war“, erinnert sich Hiller. Geboren wurde das Tier in Kolkhegen bei Lüneburg, wo Hillers Sohn unter anderem Schafe, Hühner und eben auch Schweine hält. „Die damals noch ganz kleine Rosi war dort sozusagen übrig, also haben wir sie bei uns aufgenommen“, erzählt die Groß Lafferderin. In der Ilseder Ortschaft fühlte sich Rosi schnell so wohl, dass das neue Zuhause damit feststand.

Rosi war oft auf dem Lafferder Markt

Über viele Jahre hinweg war das seltene Schwein auch auf dem Lafferder Markt ausgestellt, seit drei Jahren ist Rosi jedoch im „Ruhestand“. „Es wurde ihr im höheren Alter einfach zu stressig“, sagt die Besitzerin. Darum führt Rosi nun ein geruhsames Leben in ihrem Gehege in Groß Lafferde.

Dürers Bilder als Vorlage der Rückzüchtung

„Heute gibt es in Deutschland nur noch wenige Tiere dieser Art, überwiegend in Wildparks“, erklärt Hiller. Die Vorfahren des mittelalterlichen Wildschweins kamen zusammen mit römischen Legionären ins heutige Bayern, dort wurden die Tiere dann weitergezüchtet. Durch fortwährende Züchtungen starb diese Art des Hausschweins jedoch aus. Der berühmte Maler Albrecht Dürer (1471 – 1528) allerdings verewigte diese Schweine auf mehreren seiner Werke. Dank dieser Vorlagen konnte das mittelalterliche Hausschwein aus Blindschweinen zurückgezüchtet werden. Daher trägt es heute auch den Namen „Albrecht-Dürer-Schwein“. Der Unterschied zu heutigen Hausschweinen fällt auch dem Laien auf: „Dürer-Schweine“ sind kürzer als ihre Artverwandten und haben dickere Borsten.

Von Dennis Nobbe

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