Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Ilsede Die alte Erzlore steht an ihrem neuen Platz
Kreis Peine Ilsede Die alte Erzlore steht an ihrem neuen Platz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 08.07.2019
Claus-Dieter Cramm (3.v.l.) mit den Ortsratsmitgliedern Inga Cramm, Jörg Roffmann, Peter Duwe, Ralf Gieseke, Ralf Hahne, Jens-Uwe Könnecker sowie dem Ortsbürgermeister Karsten Könnecker. Quelle: privat
Adenstedt

„Was lange währt, wird endlich gut!“: Mit diesen Worten übergab der Vorsitzende der Lahwaldinteressentenschaft Adenstedt, Claus-Dieter Cramm, eine alte Eisenerzlore an die Dorfgemeinschaft Adenstedt, vertreten durch den Ortsrat.

Folgende Geschichte steckt dahinter: Die Adenstedter Historie ist geprägt vom Eisenerz-Tagebau. Daran erinnert nun mitten im Ort eine alte Erzlore. Der Standort an der Ecke Große Straße/Knippelkuhle ist nicht zufällig gewählt: Genau an dieser Stelle verlief 1916 die Grenze des Tagebaus.

Lore war ein Geschenk

„Die Lore wurde im Jahr 1977 von der damaligen Ilseder Hütte an die Lahwaldinteressentenschaft nach der Rekultivierung der Böschungen am Sandloch als Dank und Anerkennung für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Vertragspartnern übergeben. Sie hatte ihren Standort am damaligen Sandloch, heute Auflandeteich, in unmittelbarer Nähe zum Wasser auf Adenstedter Seite“, berichtet Cramm.

Im Laufe der Jahre wurde sie mit Graffiti beschmiert und von Büschen umwuchert, so dass immer weniger Spaziergänger die Lore mit der dazu gehörigen Infotafel in Augenschein nahmen. So kam der Gedanke auf, die Lore auf einen anderen Platz zu stellen.

Neuer Anstrich

Die Interessengemeinschaft Adenstedt (IGA) holte sie dafür von ihrem alten Standort, ließ sie sandstrahlen und gab ihr einen neuen Farbanstrich. Vom Ortsrat war bereits im Vorfeld beschlossen worden, die Lore an einem der Geschichte des Dorfes angepassten Platz aufzustellen.

Erinnerung an Vergangenheit

Die Lore wurde erst in einer Scheune zwischen geparkt, weil im Zuge des Ausbaus der Großen Straße erst eine kleine Fläche befestigt werden musste. Jetzt steht sie an der Grenze des Tagebaus von 1916 und soll an die Vergangenheit erinnern. Über die weitere Gestaltung der Lore beschließt der Ortsrat Adenstedt, der auch Schirmherr der Lore ist, die IGA übernimmt die Patenschaft. Nach Aussage von Ortsratsmitglied Jörg Roffmann soll das Gefährt mit Kies und Erzbrocken, die beim Ausbau der Großen Straße gefunden wurden, gefüllt werden. Oben drauf kommt dann Blumenerde und eine Bepflanzung.

Tote wurden umgebettet

Vom neuen Standort der Lore aus in Richtung Norden und Westen befand sich ein etwa 30 Meter tiefes Abraumgebiet. Dem Tagebau mussten neben 40 Wohnhäusern und Gehöften auch die Schule und die Kirche weichen. Sogar die Verstorbenen wurden umgebettet, denn auch der Friedhof fiel dem Abbau des besonders wertvollen manganhaltigen Eisenerzes zum Opfer. Für Ersatz sorgte die Ilseder Hütte. Die neue Schule – die jetzige Grundschule – wurde 1908 eingeweiht, die heute St.-Briccius-Kirche wurde 1923 geweiht.

Rechts unten im Bild ist eine Lore ähnlich derjenigen zu sehen, die nun im Dorf einen neuen Platz gefunden hat. Quelle: Archiv

Von Kerstin Wosnitza

CDU-Landtagsabgeordnete reisten drei Tage lang durch die Region Hildesheim-Braunschweig. Der zweite Abend klang auf dem Rittergut in Oberg aus.

06.07.2019

Endlich Ferien: Wie vielerorts in Niedersachsen gab es am Mittwoch auch in Ölsburg und Edemissen gut besuchte Auftaktveranstaltungen der Ferienprogramme. Dabei konnten Groß und Klein allerlei erleben.

03.07.2019

Bei einem Unfall auf der B 1 bei Groß Lafferde wurde am Mittwoch der 41-jährige Fahrer eines VW Polo schwer verletzt. Er kam mit seinem Wagen von der Fahrbahn ab und stieß mit einem Lastwagen zusammen.

03.07.2019