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Ilsede Die Ausrüstung an und ein paar Stunden Polizist sein
Kreis Peine Ilsede Die Ausrüstung an und ein paar Stunden Polizist sein
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06:00 30.07.2019
Die Polizeiautos fanden die Kinder besonders spannend. Quelle: Michelle Mook
Peine/Ilsede

Der Besuch des Peiner Polizeireviers an der Schäferstraße stand jetzt beim Ilseder Sommerferienprogramms an. Begleitet von den beiden Betreuern Diana Galbach und Rolf Meine stürmten die 18 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren mit viel Neugierde die Treppe in Richtung des Schulsaals hoch.

Still sitzen und gespannt lauschen war angesagt, als Hans-Hinrich Ahrens, Polizist und Sachbearbeiter der Verkehrsprävention, einen Film über ein Verbrechen zeigte. „Was interessiert euch denn hier bei der Polizei am meisten, oder was möchtet ihr auf jeden Fall sehen?“, fragte Ahrens die Kinder. „Ich möchte mir unbedingt mal die Gefängniszelle angucken“, rief der sechsjährige Liam und weckte damit die Begeisterung bei allen anderen Kindern, die zustimmend „Oh ja, bitte!“ riefen.

Im Rahmen des Ilseder Ferienprogramms konnten 18 Kinder das Peiner Polizeirevier genauer unter die Lupe nehmen.

Bevor es aber zum Gefängnis ging, hieß es für alle Teilnehmer nochmals: richtig zuhören. Ahrens beantwortete alle Fragen rund um den Polizeialltag – und sogar die Polizei-Ausrüstung durften die Besucher anprobieren. Der siebenjährige Tim etwa fragte: „Musstest du auch schon mal auf einen Menschen schießen? Weil ihr doch immer eine Pistole dabei habt.“ Ahrens erklärte: „Nein, ich habe noch nie auf einen Menschen schießen müssen, und bin auch sehr froh drüber. Im Leben geht das nicht so, dass man wie beim Computerspiel auf einen Reset-Knopf drückt und das Level neu startet. Wenn ich kein Polizist wäre, würde ich auch nie im Leben eine Waffe besitzen.“

Gefängnis-Besuch und Probesitzen im Polizeiauto

Die Aufregung stieg, und die Kinder wurden immer unruhiger, denn es ging in Richtung Gefängniszelle. Kalt, düster und ungemütlich war es im Keller des Reviers. „Ich dachte immer, dass die Gefängnistür aus Stangen besteht“, staunte die neunjährige Lea. Nachdem die massive Stahltür der Zelle für einen kurzen Moment geschlossen wurde, war allen klar: Hier wollen sie nie im Leben länger sein müssen.

Der kurze Gang in Richtung des Polizei-Innenhofes bildete den krönenden Abschluss des Ferienprogramm-Ausfluges. Die geparkten Streifenwagen Zivilpolizei-Fahrzeuge beeindruckten die Kinder, für viele waren sie der Höhepunkt des Tages – etwa für den achtjährigen Max: „Das Beste war, als wir uns kurz in das Polizeiauto setzen durften“, freute er sich.

Von Michelle Mook

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