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Ilsede Das Ostereierhaus in Oberg schließt
Kreis Peine Ilsede Das Ostereierhaus in Oberg schließt
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19:04 23.04.2019
Roswitha Gehlhaar mit ihren selbst bemalten Ostereiern. Quelle: Dennis Nobbe
Oberg

2013 eröffnete Roswitha Gelhaar in Oberg ihr Ostereierhaus. Bis zu 15 000 selbst bemalte Eier bot sie dort beinahe täglich an, was Reisegruppen aus ganz Deutschland und auch das Fernsehen anlockte. Am kommenden Dienstag ist jedoch Schluss: Gehlhaar geht in den „Ruhestand“.

„Ich habe damals festgestellt, dass es kaum noch Ostereiermaler gibt – und wenn, dann sind sie spezialisiert auf teure Sammlerstücke. Ich wollte da eine günstige Alternative schaffen“, erklärt Roswitha Gehlhaar einen der Gründe für die Entstehung des Ostereierhauses. Zunächst stellte sie die selbst bemalten Eier nur in ihrem Wohnzimmer aus. Das kam bei den Besuchern so gut an, dass sie und ihr Mann ihr Haus umbauen ließen, um mehr Ausstellungsfläche zu haben. „Es sprach sich halt herum. Also rührten wir die Werbetrommel und eröffneten das Ostereierhaus“, blickt Gehlhaar zurück. Ihr berufstätiger Ehemann Ulrich unterstützte sie immer, wo er konnte, außerdem ist Claudia Ohm, eine Freundin von Gehlhaars, Mitgründerin des Ostereierhauses. Sie verstarb jedoch 2017.

Bis zu 100 Eier pro Tag bemalt

„Als wir eröffnet haben, hatte ich zuvor Tag und Nacht Eier bemalt, in meinen besten Zeiten habe ich 100 pro Tag geschafft“, erklärt Gehlhaar. 12 000 bis 15 000 Stück umfasste das Sortiment stets. Besonders zerbrechlich sind diese übrigens nicht: Sie bestehen aus Kunststoff. Darüber hinaus gehören Deko-Artikel für drinnen und draußen zum Angebot. Von Dienstag bis Freitag war das Haus immer von 14 bis 18 Uhr geöffnet – und natürlich war stets um Ostern herum der meiste Betrieb.

Mit der Zeit wurde das Ostereierhaus auch überregional zu einer kleinen Berühmtheit: Das Fernsehen berichtete darüber, ganze Busse mit Besuchergruppen kamen aus ganz Deutschland. „Eintritt habe ich nie verlangt, die Einnahmequelle bestand ausschließlich aus den Verkäufen“, so Gehlhaar. „Und wir haben viele Leute über das Ostereierhaus kennengelernt, so haben sich teilweise lange Freundschaften entwickelt.“

Umzug in die Lüneburger Heide

Eine dieser Bekanntschaften ist ein Gartenfestival-Veranstalter aus der Lüneburger Heide. In ein Haus auf dessen Gestüt ziehen Gehlhaars ab kommendem September – Roswitha Gehlhaar zuerst, ihr Mann folgt einige Monate später, da er noch bis dahin berufstätig ist. „Besonders in den letzten beiden Jahren wurde es mit dem Ostereierhaus immer anstrengender für mich“, erklärt die 58-Jährige. Daher müsse jetzt einfach mal Schluss sein: Am kommenden Dienstag öffnet das Ostereierhaus im Lahbergweg 10 um 14 Uhr zum letzten Mal seine Türen. In der Lüneburger Heide will Roswitha Gehlhaar dann bei der Organisation der Gartenfestivals helfen. „Und vielleicht eröffne ich da ja noch ein Ostereierhaus – aber nur ein ganz kleines“, lacht sie.

Von Dennis Nobbe

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