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Ilsede Bus-Ärger im Kreis Peine: Reaktionen der Leser
Kreis Peine Ilsede Bus-Ärger im Kreis Peine: Reaktionen der Leser
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22:05 15.08.2019
Kinder steigen in einen Schulbus ein: Die Gesetzgebung sieht vor, erst ab zwei Kilometern Entfernung zwischen Wohnhaus und Schule die Beförderungskosten zu erstatten. Quelle: dpa
Kreis Peine

Künftig soll es im ganzen Landkreis Peine eine einheitliche Regelung zur Übernahme der Schülerbeförderungs-Kosten geben. Die Anpassung an die Gesetzgebung sieht vor, dass nur die Schüler ein kostenloses Busticket bekommen sollen, die weiter als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen. Bei der PAZ kamen zu dem Thema viele Meinungen der Leser an.

Cathrin Schoeppe kritisiert, dass das Schulgesetz „mehr oder minder Ländersache ist“, was dazu führe, dass es keine einheitlichen Regeln mehr gibt. Mal würden Länder oder Kommunen die Schülerbeförderungs-Kosten komplett übernehmen, anderswo gebe es „günstige Angebote“ wie etwa ein Ticket für 15 Euro im Monat. Letztendlich sei das Problem, dass Bund, Land, Kommunen und Verkehrsbetriebe die Verantwortung auf den anderen schieben. „In der Zwischenzeit können Eltern sehen, wo sie das Geld hernehmen beziehungsweise die Kinder – vor allem im Winter und im ländlichen Raum – zur Schule kommen“, schreibt Schoeppe. Sie wünscht sich freie Schulbildung inklusive kostenloser Beförderung für alle Schüler.

Christa Gonsior-Prieß glaubt nicht, dass ein sechsjähriges Kind nach einem Zwei-Kilometer-Fußmarsch und drei Kilogramm Gewicht auf dem Rücken ausgeruht und aufnahmefähig an der Schule ankommt. „Wie lässt sich damit die Forderung nach Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und die Zurückdrängung des Individualverkehrs und damit zur Verringerung unserer Umweltprobleme in Einklang bringen? Sehen so unsere gleichwertigen Lebensverhältnisse aus, wenn zur gleichen Zeit in Berlin sämtlichen Schülern ein kostenloses Nahverkehrsticket ausgestellt wird?“, fragt sie.

Die Reaktionen auf Facebook

Auch auf der Facebook-Seite der PAZ schlägt das Thema hohe Wellen. „Ich muss für meine beiden Kinder Monatskarten kaufen, weil wir 100 Meter zu nah an der Schule wohnen. Schülerbeförderug sollte generell kostenfrei sein, schließlich besteht gesetzliche Schulpflicht“, findet Gesa E.. Michaela H. schreibt: „Uns wurde gesagt, dass die Entfernung zur Schule zwei Kilometer betragen muss. Das war schon vor 15 Jahren so, neu ist das also nicht.“

„Andere Städte wie Rostock oder Berlin führen kostenlose Tickets für alle Schüler ein. Weshalb eigentlich nicht auch bei uns?“, fragt Enrico J.. Dass man Regeln aufstellen muss, kann Bernd M. zwar verstehen, doch „hier geht es um den sicheren Schulweg für ein Kind“, betont er. Weniger kritisch sieht es Nadine L.: „Zu meiner Kindheit war es normal, dass wir zur Schule gelaufen sind. Sind 2000 oder 2500 Meter echt nicht zumutbar? Haben das nicht schon Jahre vorher andere geschafft?“

Von Dennis Nobbe

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