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Ilsede Baumhaus fiel auf die Straße
Kreis Peine Ilsede Baumhaus fiel auf die Straße
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22:00 19.01.2018
In Ohlum fällte der Orkan einen Baum samt darin befindlichem Baumhaus. Das Haus war so massiv gestaltet, dass es den „Unfall“ unbeschadet überstand.
In Ohlum fällte der Orkan einen Baum samt darin befindlichem Baumhaus. Das Haus war so massiv gestaltet, dass es den „Unfall“ unbeschadet überstand. Quelle: Privat
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 Die meisten Feuerwehreinsätze gab es in der Gemeinde Ilsede: 32 Mal mussten die Kameraden ausrücken. Für Fälle dieser Art hatten die Freiwillige Feuerwehren eine örtliche Einsatzleitung im Groß Ilseder Gerätehaus eingerichtet, die am Donnerstag zum mittlerweile dritten Mal genutzt wurde. „Es gab zahlreiche umgestürzte Bäume, die Einsätze haben teilweise längere Zeit in Anspruch genommen“, berichtet Gemeindebrandmeister Carsten Schmidt.

Auch in Vechelde war viel los. Im Gebäude der Wehr Vechelde-Wahle war eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet worden. Es gab 30 unwetterbedingte Einsätze im Gemeindegebiet. Im Einsatz waren die Wehren aus Bettmar, Denstorf/Klein Gleidingen, Groß Gleidingen, Sierße/Fürstenau, Sonnenberg, Vallstedt/Alvesse und Vechelde/Wahle.

Ab 15.11 Uhr ging es in der Gemeinde Hohenhameln Schlag auf Schlag. Auch hier wurde eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet. Aufgrund der Unwetterwarnungen im Vorfeld habe man sich gut vorbereiten können, sagt Gemeinde-Feuerwehrsprecher Sebastian Haupt. Es wurden 15 größere Einsätze abgearbeitet, zudem seien viele kleinere Schadenslagen von den Einsatzkräften „schnell nebenher“ abgearbeitet worden.

Besonders spektakulär war ein umgestürztes Baumhaus, das krachend auf der Straße landete. Umgeweht hatte es zudem die Ampel an der Kreuzung „Deutscher Kaiser“, die daraufhin ausfiel.

In Edemissen, Lengede und Wendeburg hielten sich die Schäden in Grenzen

Vergleichsweise ruhig war es in der Gemeinde Edemissen mit elf Einsätzen. „Meistens handelte es sich um umgefallene Bäume, in zwei Fällen hatten sich Dachziegel gelöst“, berichtet Edemissens Feuerwehrsprecher Georg Henstorf. Unabhängig vom Sturm kam es im Kernort zu einem Schornsteinbrand.

In Lengede musste die Feuerwehr wegen des Sturms lediglich sieben Mal ausrücken. „Wir hatten umgestürzte Bäume auf den Straßen und deshalb ein erhöhtes Einsatz-Aufkommen – aber es blieb dennoch überschaubar“, sagt Gemeindebrandmeister Andreas Runge. Auch hier stand eine örtliche Einsatzleitung zur Verfügung, in Lengede kamen die Kameraden jedoch wegen der relativ geringen Einsatz-Anzahl auch ohne Leitstellen-Unterstützung zurecht.

Am glimpflichsten kam die Gemeinde Wendeburg davon: Zwar gab es auch hier ein paar umgestürzte Bäume, die Feuerwehr hatte allerdings nur vier Sturm-Einsätze. „Es war wirklich recht ruhig bei uns“, so Gemeindebrandmeister Helge Schmidt.

Von Kerstin Wosnitza und Dennis Nobbe

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