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Ilsede Mehrere Fälle in Ilsede: 5600 Euro Strafe für Stalking und Sachbeschädigung
Kreis Peine Ilsede Mehrere Fälle in Ilsede: 5600 Euro Strafe für Stalking und Sachbeschädigung
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08:15 26.07.2019
Symbolfoto: Der Angeklagte soll in Ilsede mehrfach einer Frau nachgestellt haben. Quelle: dpa
Ilsede/Peine

5600 Euro Geldstrafe: So lautete jetzt das Urteil des Peiner Amtsgerichts gegen einen 59-jährigen Angeklagten. Dieser soll im vergangenen Jahr in Ilsede mehrfach ein Auto beschädigt und der Partnerin des Besitzers nachgestellt haben.

Der gebürtige Pole, dessen aktueller Wohnort weder seinem Verteidiger noch dem Gericht sicher bekannt ist (es liegen anscheinend mehrere Adressen vor), war nicht zur Hauptverhandlung im Revisionsprozess erschienen, was auch seinen Verteidiger überraschte. Der Richter eröffnete daraufhin das Einspruchsverfahren in Abwesenheit des Angeklagten, da keine Anwesenheitspflicht für den 59-Jährigen vorlag.

Fünf Strafvorwürfe neu verhandelt

Vom 13. September bis Ende Oktober 2018 soll es zu wiederholten Nachstellungen sowie mehreren Sachbeschädigungen durch den Angeklagten gekommen sein. Insgesamt wurden fünf Strafvorwürfe neu verhandelt. Der Angeklagte soll am 13. September den Lack eines in Ilsede abgestellten Autos erheblich zerkratzt haben. Laut Kostenvoranschlag war ein Sachschaden von 2700 Euro entstanden.

Vom 26. September bis Ende Oktober folgten weitere Sachbeschädigungen: Mehrere zerstochene Reifen, teils gelöste Radmuttern und Schrauben, die vor den Reifen platziert wurden, um einen möglichen Schaden zu provozieren, gehörten zu den Tatvorwürfen gegen den Angeklagten. Als Motiv wurden Eifersucht und Zurückweisung angenommen.

Zeugenaussagen bestätigten Tatvorwürfe

Die Zeugenaussagen bestätigten weitestgehend und übereinstimmend die Tatvorwürfe. Bei der Polizei hatte der Angeklagte in den Vernehmungen bereits ein Teilgeständnis abgelegt. Der geschädigte Autobesitzer erklärte: „Es waren so viele Vorfälle, dass ich mich an die einzelnen Details nicht mehr genau erinnern kann. Der Angeklagte war fast jede Nacht da, um meiner damaligen Partnerin nachzustellen.“

Der Staatsanwalt zeigte sich in seinem Plädoyer von der Richtigkeit der Anklagepunkte bestätigt. Positiv wurde bewertet, dass für den 59-Jährigen bisher noch keine Eintragungen im Bundeszentralregister vorliegen. Der Staatsanwalt forderte eine Geldstrafe von 80 Tagessätze zu je 70 Euro, insgesamt 5600 Euro. Das geforderte Strafmaß hielt der Verteidiger für angemessen und bat um die Möglichkeit einer Ratenzahlung für seinen Mandanten.

Der Richter folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft und sprach den Angeklagten der Nachstellung und mehrfachen Sachbeschädigung für schuldig. „Es sind keine Zweifel an den Tatvorwürfen erkennbar“, begründete der Richter seine Entscheidung.

Von Eckhard Bruns

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