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Ilsede Adenstedterin Else Tostmann wird heute 106 Jahre alt
Kreis Peine Ilsede Adenstedterin Else Tostmann wird heute 106 Jahre alt
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16:14 20.10.2019
Else Tostmann aus Adenstedt ist jetzt 106 Jahre alt. Eine große Hilfe ist ihre Tochter Helga Renziehausen (rechts). Quelle: Ulrich Jaschek
Adenstedt

Ihr Händedruck ist so fest wie eh und je, allein ihre Wesensart scheint seit ihrem 100. Geburtstag noch offener, noch freundlicher und noch mehr in sich ruhend. Ein Jahr vor Beginn des ersten Weltkrieges wurde Else Tostmann in Adenstedt geboren, hier getauft und konfirmiert, hier hat sie 1939 ihre große Liebe Heinrich geheiratet, der den Zweiten Weltkrieges kurz vor Ende wohl nicht überlebte.

Wie ein Stehaufmännchen

In Adenstedt wohnt sie bei ihrer Tochter Helga, und hier hat sie mit ihrer Familie am 20. Oktober ihren 106. Geburtstag gefeier. Und dies aller Wahrscheinlichkeit nach bei bester Gesundheit, denn Else Tostmann ist ein Phänomen mit der bisher stets unermüdlich scheinenden Widerstandskraft eines Stehaufmännchens.

Genesung nach Oberschenkelhalsbruch

Anders ist es laienhaft nicht zu erklären, dass der nun 106-Jährigen selbst der Oberschenkelhalsbruch vom Frühjahr den Lebenswillen nicht nahm, sondern ihn im Gegenteil noch aktivierte. Einerseits verdanke sie ihre Genesung wohl ihrer sagenhaften Konstitution, der hervorragend verlaufenen Operation und optimalen Therapie im Peiner Klinikum, andererseits aber auch der von ihr als überaus freundlich und engagiert wahrgenommenen Zuwendung von Ärzten und Pflegepersonal, dass sie inzwischen wieder selbständig im ersten Stockwerk des Hauses ihrer Tochter unterwegs sein kann.

Seit 70 Jahren Leserin der PAZ

Dabei fehle ihr nichts, sagt sie, denn sie fühle sich von „lieben Menschen umgeben, glücklich und gesund“. Ihre erstaunlich gute Sehkraft lasse zu, dass Kreuzworträtsel nach wie vor eine ihrer Leidenschaften seien. Ihre Korrespondenz führt sie handschriftlich, das Schriftbild, so zeigt ein Beispiel, ist groß, fließend und mit energischem Druck. Über die politische, wirtschaftliche und sportliche Nachrichtenlage sei sie durch die Lektüre der PAZ seit mehr als 70 Jahren so hinreichend informiert, dass sie stets mitreden könne, auch, wenn sie Zeit ihres Lebens kein Fernsehgerät besessen habe.

Fliegerangriff mit Glück überlebt

Natürlich sei ihr Dasein zuweilen nicht völlig reibungslos verlaufen: Zum „schrecklichsten Erlebnis“ ihres Lebens, einem Tieffliegerangriff über Adenstedt, den sie mit ihrer Tochter Helga nur mit Glück überlebte, gesellen sich seit einem halben Jahr nun die schlimmsten (aber längst abgeklungenen) Schmerzen durch den Oberschenkelhalsbruch.

Früher, da habe sie noch richtig zugepackt: im Pflichtjahr, in den zehn Jahren „in Stellung“ in der Landwirtschaft und natürlich besonders gerne bei ihrer Leidenschaft, dem Kochen, von der einst beinahe ganz Adenstedt profitierte.

Händedruck fest wie eh und je

Heute lässt sie sich gern von ihrer Tochter Helga verpflegen und überwindet mit ihrer und der Hilfe erwachsener Enkel noch immer jene häuslichen Treppenstufen, die seit mehr als 50 Jahren zu ihrem Leben gehören und die sich im März als tückisch erwiesen. Furcht vor ihrem Abschied von dieser Welt empfinde sie übrigens ebenso wenig, wie vor ihrem 100. Geburtstag oder überhaupt. Die Abreise habe zwar überhaupt keine Eile, aber wenn es denn irgendwann so sei, dann sei es so. Sie lächelt, als sie das sagt. Und ihr Händedruck ist so fest, wie eh und je.

Von Ulrich Jaschek

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