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Ilsede Dieser ungewöhnliche Manga-Kalender kommt aus Adentstedt
Kreis Peine Ilsede Dieser ungewöhnliche Manga-Kalender kommt aus Adentstedt
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17:45 27.11.2019
Julia Laas mit dem von ihr gestalteten Kalender. Quelle: Lea Aselmann
Adenstedt

Auf den Bildern sind Frauen mit vielen und auffälligen Haaren sowie japanisch inspirierte Blumen, aber auch eine Mumie und eine La Catrina (mexikanische Figur) zu sehen, die den Tod symbolisiert. Trotzdem ist alles in einem Stil gehalten: Im Stil der japanischen Comics – genannt Manga. Entstanden sind die Werke jedoch nicht in Fernost, sondern in Adenstedt. Sie stammen von der Adenstedterin Julia Laas. Mit dem von Laas illustrierten Manga-Kalender, der unter dem Label „Funime“ erschienen ist und unter anderem in der Peiner Buchhandlung Thalia verkauft wird, kann sich nun jeder ihre Werke zu sich nach Hause holen.

Impuls kam von „Sailor Moon

Selbst kam Laas über eine Schulfreundin und den bekannten MangaSailor Moon“ zu dieser Kunstform. Nach dem ersten Kontakt entstand dann schnell der Wunsch, selbst so zeichnen zu können. „Einen Zeichenkurs habe ich aber nie belegt“, verrät sie. Zunächst hat die damals Elfjährige vorhandene Bilder abgepaust und abgezeichnet. „Allmählich kamen mir dann Ideen für eigene Bilder“, erinnert sie sich. So habe sie sich nach und nach die Maltechnik selbst beigebracht, der sie seit 20 Jahren treu geblieben ist.

Mehrere Veröffentlichungen

Manga-Zeichnungen waren aber nicht ihre ersten künstlerischen Versuche. „Ich zeichne eigentlich, seit ich einen Stift halten kann“, erzählte sie. Ihr Hobby zum Beruf zu machen und als Illustratorin zu arbeiten, ist ein Traum der gelernten Buchhändlerin, den sie sich bis jetzt noch nicht erfüllen konnte. Allerdings wurden schon einige ihre Illustrationen veröffentlicht, unter anderem dank des Sieges in einem Wettbewerb eines Buchverlags. 2015 konnte sie schließlich mit dem Kinderbuch „Simbir Elhof und das schwarze Einhorn“ ein ganzes selbst illustriertes Buch veröffentlichen.

Laas nutzt ihr Talent aber auch, um anderen die Manga-Kunst näher zu bringen. In Volkshochschulkursen in Peine, Braunschweig und Salzgitter zeigte sie Interessierten, wie man Manga zeichnet. „In der Grundschule Oberg habe ich in einer AG mein Wissen an die Kinder weitergegeben“, nennt sie ein weiteres Beispiel.

Die Entstehung ihrer Bilder beschreibt sie gegenüber der PAZ wie folgt: Jedes Bild beginnt mit einer Idee. Wie eine Idee entsteht, ist ganz unterschiedlich. Manchmal setzt sie sich vor ein Blatt Papier, und eine Idee ist da, manchmal inspirieren sie andere Manga oder Lieder.

Kleinste Details entstehen am Computer

Für die Umsetzung gibt es mehrere Möglichkeiten. Einige ihrer Zeichnungen sind mit Buntstiften, einige mit Filzmarkern, einige mit Bleistiften und einige mit Aquarell-Farben gemalt. Einen Teil ihrer Bilder bearbeitet sie im Anschluss mit einem speziell dafür geeigneten Zeichenprogramm am Computer. Damit ist es unter anderem möglich, kleinste Details und Schatten einzufügen. „Die aufwendige Nachbearbeitung am Computer nimmt oft mehr Zeit in Anspruch, als das vorherige Anfertigen des Bildes“, macht die Künstlerin deutlich.

Vorher-nachher: Die Fassung des Bildes links entstand nur mit der Hand, die rechte ist bereits am Computer bearbeitet. Quelle: Lea Aselmann

Die Verlegerin des Carow Verlags, für den Laas bereits ein Kinderbuch illustriert hat, schlug der Adenstedterin schließlich vor, einen Kalender zu gestalten. Dieser wird unter dem Funime Label, das seid Neuestem zu dem Verlag gehört und bei dem sie bereits einen Zeichenkurs veröffentlicht hat, erscheinen. Bei der Umsetzung orientierte sich Laas an den Jahreszeiten und jeweiligen Anlässen eines Monats und kreierte mit Copic Markern passende und farbenfrohe Bilder.

Links ist ein fertiges Bild zu sehen, das am Computer bearbeitet wurde. Die rechte Aufnahme zeigt dasselbe Bild in der Rohfassung. Quelle: Lea Aselmann

Der Kalender hat die ISBN-Nummer 9783944873411 und kostet 13 Euro.

Von Lea Aselmann

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