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Hohenhameln Wein und derbe Witze in der Arztpraxis
Kreis Peine Hohenhameln Wein und derbe Witze in der Arztpraxis
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08:00 11.03.2019
Berauscht vom Wein ist der Ärztekammer-Vertreter (Charly Frie) eingeschlafen. Die Bewohner von Wintersheim beratschlagen, wie es nun weitergehen soll. Quelle: Grit Storz
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Im Verwechslungsspiel rund um eine Arztpraxis verstanden es die Schauspieler gut, die Balance zwischen angedeuteten Schlüpfrigkeiten und derben Witzen zu halten. Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Erfolg einer Arztpraxis in Süddeutschland basiert auf Wein, gutem Essen und gesundem Menschenverstand. Der geringe Krankenstand macht entsprechende Stellen misstrauisch.

Diese lassen nachforschen, was das Geheimnis sein könnte. Gleichzeitig will die Bürgermeisterin (Petra Büker) gemeinsam mit ihrem Sohn (Manfred Schwepp) Wintersheim zum Kurort werden lassen – und eine Privatdetektivin (Karin Gieshold) schnüffelt in der Praxis herum. So nehmen die Verwicklungen ihren Lauf.

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Schauspieler spielt einen Schauspieler

Natürlich war schon das Auftreten der ortsbekannten Akteure in ihren teils wirklich komischen Kostümen den Zuschauern einen Lacher wert, aber das schauspielerische Können trug den größeren Teil zum Gelingen der Aufführung bei. Die gekonnte Verkörperung der einzelnen Charaktere brachten das Publikum immer wieder zum Kichern.

Der Auftritt von Frank Schmuck als gescheiterter Schauspieler Ebi „Coolman“ Kühlmann war eine besondere Herausforderung an die Lachmuskulatur. Ob als forscher Dandy, flotter Schotte oder als anspruchsvoller Scheich – die Zuschauer johlten, sobald Schmuck eine Szene hatte.

Allerdings stach er dabei seine Ensemblekollegen nicht aus: Sowohl Charly Frie als singender Ärztekammervertreter mit angedeuteter Strip-Einlage, Annette Jahrisch als neugierige Putzfrau oder auch Claudia Neumann als trampelige Bauerstochter sorgten für große Erheiterung.

Wie gewohnt glänzte Gisela Frie. Als nervige Wilma Öfter versuchte sie, ihren imaginären Gatten Otto von Doktor Bacchus (Jörg Bartels) von seiner Leidenschaftslosigkeit kurieren zu lassen. Die resolute Sprechstundenhilfe (Gudrun Gisecke) versuchte mit viel Einsatz, das Praxischaos zu verwalten – vergeblich. Doch am Ende löste sich alles zum Guten auf.

Spritzige Dialoge und die große Freude am Spielen sorgten für einen wirklich gelungenen Abend.

Von Grit Storz